23.05.2020, 21:58 Uhr

Pandemie Wiederaufnahme des Normalbetriebs – Chirurgische Notfallambulanz der Klinik Bogen öffnet am Montag

Zusätzliche Abschlussreinigung auf den Stationen der Klinik Bogen. Foto: Elisabeth LandingerZusätzliche Abschlussreinigung auf den Stationen der Klinik Bogen. Foto: Elisabeth Landinger

Nach über acht Wochen als reines COVID-19-Zentrum für die Region nimmt die Klinik Bogen in einem Stufenkonzept schrittweise die Grund- und Regelversorgung auch für Nicht-Corona-Patienten wieder auf.

Bogen. In einem ersten Schritt eröffnet am Montagmorgen, 25. Mai, die Chirurgische Notfallambulanz. Hier werden beispielsweise akute, kleinere und mittelschwere Verletzungen, wie beispielsweise Schnittverletzungen, wieder ambulant versorgt.

Räumliche Trennung in allen Bereichen

Die Vorbereitungen für Nicht-COVID-Patienten sind bereits in der vergangenen Woche auf Hochtouren angelaufen. Eine räumliche Trennung von Corona-Kranken, Verdachtspatienten und Nicht-COVID-Patienten zieht sich durch das gesamte Stufenkonzept für die Rückkehr in den Normalbetrieb. Diese Aufteilung beginnt bereits bei der Rezeption. Hier erfolgt ein Screening zum Gesundheitszustand und hinsichtlich Kontakten zu Corona-Patienten. Nach der hygienischen Händedesinfektion und Anlegen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes gelangen die Patienten je nach Screening-Ergebnis auf unterschiedlichen Wegen zu ihrer Untersuchung und Behandlung: entweder als Corona- oder Verdachtspatient in einem separaten Untersuchungsraum mit eigenem Zugangsweg oder aber auf regulärem Weg in die Chirurgische Ambulanz. Hier wurde der Wartebereich umgestaltet, so dass trotz des Vorab-Screenings immer noch entsprechende Sicherheitsabstände gewahrt bleiben. Bei der Isolierung halten sich die Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf an die Vorgaben aus der Allgemeinverfügung der Bayerischen Staatsregierung und Empfehlungen des Robert Koch-Instituts.

Hygienemaßnahmen

Die gesunkene Zahl der Corona-Patienten auf den Allgemeinpflegestationen erlaubte eine Konzentration dieser Patienten auf nur mehr einer einzigen Station im ersten Stock. So konnte Station E.1 im Erdgeschoss für Nicht-COVID-Patienten einer zusätzlichen desinfizierenden Abschlussreinigung unterzogen werden, ebenso der offene Bereich der Intensivstation, der bis vor Kurzem ebenfalls komplett SARS-CoV2-Infizierten vorbehalten war. Die noch in Behandlung befindlichen intensivpflichtigen COVID-Patienten sind nun in baulich separaten Kabinen mit Schleuse untergebracht.

Wegen der bereits frühzeitig eingeführten, konsequent durchgesetzten Hygienemaßnahmen und bisher relativ geringen Infektionszahlen beim Personal sind die Klinikverantwortlichen zuversichtlich, dass sich Ausfälle beim Personal auch zukünftig in Grenzen halten werden. Für Mitarbeiter gibt es zudem kostenloste Testangebote.

Weitere Schritte

Sobald es die Entwicklung des Infektionsgeschehens, gesetzlichen Vorgaben und regionalen Versorgungskonzepte zulassen, folgen auch an der Klinik Bogen weitere Schritte in Richtung Normalbetrieb mit kompletter Notfallversorgung und planbaren Eingriffen – ambulant und stationär.


0 Kommentare