17.05.2020, 09:27 Uhr

Coronavirus Donautal Geflügelspezialitäten in Bogen führt nach Reihentestung risikobasierte Tests durch

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Das Landratsamt Straubing hat am Freitag, 15. Mai, bekanntgegeben, dass von den insgesamt 923 gezogenen Proben 59 Proben bei Donautal Geflügelspezialitäten in Bogen positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Da rund 150 Beschäftigte – darunter auch externe Dienstleister wie Lkw-Fahrer – in den vergangenen Tagen urlaubsbedingt nicht getestet werden konnten, wird am Montag ein Ersatztermin stattfinden.

Bogen. Unter den 59 positiv getesteten Beschäftigen des Betriebes in Bogen befinden sich 19 Festangestellte, 38 Werkvertragsbeschäftigte und 2 externe Dienstleister. Zusätzlich zu den im Rahmen der Reihentestung 59 positiv getesteten Beschäftigen der Donautal Geflügelspezialitäten (DGS) sind weitere 18 Beschäftigte im Vorfeld der Reihenuntersuchung positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

In Absprache mit den zuständigen Behörden sind die betroffenen Beschäftigten und deren Kontaktpersonen umgehend ermittelt worden und befinden sich bereits in Quarantäne. Nach den der DGS bislang vorliegenden Informationen haben die betroffenen Personen keine oder leichte Symptome entwickelt.

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern und gleichzeitig den Anforderungen des Tierschutzes gerecht zu werden sowie die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten, haben die DGS weitere Maßnahmen eingeleitet: „Als systemrelevantes Unternehmen haben wir drei elementare Aufgaben hier in unserem Betrieb sicherzustellen: Den bestmöglichen Schutz aller unserer Beschäftigten, die Sicherstellung des Tierschutzes und die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit frischem Geflügelfleisch“, erklärt Jürgen Loibl, Geschäftsführer der DGS in Bogen. „Das höchste Gut ist die Gesundheit aller unserer Beschäftigten. Wir haben uns daher entschieden, mit Abschluss der Reihentestung risikobasierte Tests auf freiwilliger Basis selbst durchzuführen. Durch die vollständige Testung aller Beschäftigten durch die zuständige Behörde haben wir jetzt eine Datengrundlage gewonnen, auf der wir sehr gut aufbauen können. Wir werden die risikobasierten Tests in unseren eigenen Laboren analysieren, um so immer einen aktuellen Status zu erhalten. Darauf aufbauend können wir jederzeit zielgerichtete Maßnahmen ableiten, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern“, so Loibl weiter. Als weitere wichtige Maßnahme wird die DGS für die betroffenen Werkvertragsbeschäftigten, die sich nicht privat eine Wohnung gemietet haben und sich mit dem Coronavirus infiziert haben, umgehend zusätzliche Wohneinheiten organisieren.

Schon vor dem Nachweis der Corona-Infektionen ist auch in Bayern die niedersächsische Wohnstättenverordnung in den Wohnungen, die die Werkvertragsarbeitgeber zur Verfügung stellen, eingehalten worden. Nach dieser dürfen maximal zwei Personen in einem Zimmer leben. Auch an allen anderen Standorten der PHW-Gruppe richten sich die Werkvertragsarbeitgeber nach der niedersächsischen Wohnstättenverordnung, so dass maximal zwei Personen – oftmals Ehepartner – sich ein Zimmer teilen. Häufig erfolgt auch nur eine Einzelzimmernutzung.

An allen anderen zehn Schlacht- und Verarbeitungsbetrieben der PHW-Gruppe sind nach aktuellem Stand (15. Mai, 13 Uhr) noch keine Corona-Infektionen nachgewiesen worden.


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