27.03.2020, 15:58 Uhr

Bündelung der Kapazitäten Klinik Bogen wird vorübergehend Covid-19-Zentrum

 Foto: Elisabeth Landinger Foto: Elisabeth Landinger

Ab sofort steht die Klinik Bogen vorübergehend, primär und ausschließlich für angemeldete, stationär behandlungsbedürftige Covid-19-Patienten und -Verdachtsfälle zur Verfügung.

Bogen. Die chirurgische Ambulanz hat in der Übergangsphase noch bis über das Wochenende für Patienten mit ambulant behandelbaren Verletzungen geöffnet. Von stationär behandlungsbedürftigen Notfällen aller Art ohne Verdacht auf eine Covid-Erkrankung wird die Klinik Bogen ab sofort durch die anderen Akutkliniken in Stadt und Landkreis entlastet. Das gesamte Spektrum der Notfallversorgung, auch im Einzugsbereich der Klinik Bogen, leisten solange das Klinikum St. Elisabeth in Straubing und im westlichen Landkreis wie gehabt die Klinik Mallersdorf.

Was bedeutet dies für die Bevölkerung im Einzugsbereich der Klinik Bogen? Wer mit dem Rettungsdienst in eine Klinik transportiert werden muss, kommt automatisch über die Steuerung durch die Integrierte Leitstelle Straubing in die für ihn zuständige Klinik. Patienten mit Symptomen sollen auch in Zukunft nicht direkt in ein Krankenhaus gehen, auch nicht in die Klinik Bogen. Erster Ansprechpartner bleiben die niedergelassenen Ärzte und die KVB, die über das weitere Vorgehen entscheiden. Patienten, die eigenständig mit akuten Beschwerden, zum Beispiel infolge einer Sturzverletzung, und ohne Verdacht auf eine Coronainfektion eine Klinik aufsuchen wollen, sind dazu aufgerufen, je nach Entfernung primär das Klinikum St. Elisabeth in Straubing bzw. die Klinik Mallersdorf anzusteuern. Hier bleibt das gesamte bekannte Spektrum der Notfallversorgung aufrechterhalten dank der Entlastung durch die Klinik Bogen als Covid-Zentrum. Zusätzlich haben sich auch die Kliniken Straubing und Mallersdorf auf die Versorgung von Coronapatienten eingestellt. Sollten sich in der Übergangszeit doch noch stationär behandlungsbedürftige Krankheitsbilder bei Patienten der Chirurgischen Ambulanz der Klinik Bogen herausstellen, so werden diese nach Sichtung und Erstversorgung in Bogen an die kooperierenden Kliniken mit weiterbestehender kompletter Notfallversorgung weiterverlegt. Die in Bogen geschaffenen Kapazitäten für Covid-19-Patienten bleiben auf diese Weise aufrechterhalten.

Aufgabenteilung ermöglicht Aufrechterhaltung der Gesamtversorgung

Die Verantwortlichen des Gesundheitswesens in der Stadt Straubing und im Landkreis Straubing-Bogen folgen mit dieser Ressourcenbündelung zugunsten von Covid-Patienten der Allgemeinverfügung des Bayerischen Gesundheitsministeriums [siehe gestrige gemeinsame Pressemitteilung der Verantwortlichen über das Landratsamt]. Die Klinik Bogen hatte sich aufgrund ihrer fachlich-personellen, technischen und räumlichen Leistungsfähigkeit als geeigneter und unverzichtbarer Partner zur Übernahme dieser Sonderrolle für die Dauer der Coronakrise herauskristallisiert. Für Entlastung der Klinik Bogen sorgt im abgestuften Gesamtkonzept außerdem die Orthopädische Fachklinik Schwarzach. Sie hat sich bereiterklärt, leichte und fast abgeheilte Corona-Patienten zu übernehmen, falls auch die Klinik Bogen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen sollte.


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