24.03.2020, 16:48 Uhr

Coronavirus BRK-Kreisverband Straubing-Bogen hat die Helfer-vor-Ort-Dienste vorübergehend eingestellt

 Foto: Ursula Hildebrand Foto: Ursula Hildebrand

Seit mehr als einer Woche bestimmt das Thema Corona den Alltag der Menschen auch in unserer Region. Bereits Anfang März richtetet der BRK-Kreisverband Straubing-Bogen einen Krisenstab für die haupt- und ehrenamtlichen Bereiche ein.

Landkreis Straubing-Bogen. Dieser tagte beispielsweise auch am 14. März. In dieser Sitzung kam die Ausrufung des Krisenfalls für das Bayerische Rote Kreuz durch Präsident Theo Zellner. Das bedeutet, dass sich das Rote Kreuz auf seine Kernaufgaben wie Rettungsdienst, Pflege und Katastrophenschutz konzentrieren muss. Außerdem wurden die Kreisverbände zum ressourcenschonen aufgerufen. Deswegen hat die Kreisbereitschaftsleitung bereits wenige Minuten nach Eingang dieser Nachricht entschieden, alle Helfer-vor-Ort-Teams im Landkreis Straubing-Bogen in der integrierten Leitstelle vorerst auf „Status 6“ zu setzen. Das bedeutet, dass die Helfer vor Ort in Geiselhöring, Gossersdorf, Kirchroth, Niederwinkling, Schwimmbach und Wiesenfelden nicht mehr von der Integrierten Leitstelle alarmiert werden können.

Hintergrund ist, dass der HvO eine freiwillige Leistung Ehrenamtlicher aus dem Kreisverband ist. Der Einsatz der Helfer vor Ort zählt nicht zur Hilfsfrist. Die Ehrenamtlichen sind oft als Erster am Einsatzort und leisten dort qualifizierte Ersthilfe. Allerdings ist es bei der derzeitigen Knappheit an Infektionsschutzsets nicht möglich, alle ehrenamtlichen Helfer mit diesem Material auszustatten. Das übersteigt die Ressourcen des Kreisverbands, die im Moment noch gut ausreichend sind. Wie BRK-Präsident Theo Zellner so richtig sagte: „Wir können nur helfen, wenn wir geschützt sind!“

Die Kreisbereitschaft bedauert, diese Entscheidung treffen zu müssen. „Allerdings ist es bei der derzeit um sich greifenden Pandemie des SARS-CoV-2 nicht anders möglich“, sagt Kreisbereitschaftsleiter Hans Kienberger. Dank ihrer Ausbildung werden die Helfer vor Ort auch im Katastrophenschutz eingesetzt. „Wir wissen, dass unsere Helfer vor Ort-Teams großartige ehrenamtliche Arbeit leisten und hoffen, dass sie nach Abklingen der Pandemie wieder für die Bevölkerung in ihren Kommunen da sind“, so Martin Schmauser, der erste stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter.


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