08.02.2020, 21:00 Uhr

Klinikum Straubing Herzstolpern, Herzrasen und Herzklopfen – Vortrag am 11. Februar

Dr. Jan Becher vom Klinikum St. Elisabeth referiert am Dienstag, 11. Februar, im neuen Rehazentrum zum Thema Herzrhythmusstörungen. Foto: Johannes LehnerDr. Jan Becher vom Klinikum St. Elisabeth referiert am Dienstag, 11. Februar, im neuen Rehazentrum zum Thema Herzrhythmusstörungen. Foto: Johannes Lehner

Dr. Jan Becher referiert am Dienstag, 11. Februar, im neuen Rehazentrum am Klinikum Straubing zum Thema Herzrhythmusstörung.

STRAUBING. Herzrasen und Herzklopfen, aber auch Schwindel und Ohnmacht sind typische Symptome von Herzrhythmusstörungen. Als Herzrhythmusstörung wird die abnorme Abfolge des Herzschlages bezeichnet. Der Herzschlag kann dabei zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig sein. Die Diagnose einer Herzrhythmusstörung wird meist anhand der Herzstromkurve im Elektrokardiogramm (EKG) beziehungsweise dem Langzeit-EKG gestellt. Oberarzt Dr. Jan Becher, interventioneller Kardiologe und Experte für Herzrhythmusstörungen am Straubinger Klinikum St. Elisabeth, referiert am Dienstag, 11. Februar, um 19 Uhr, in den Räumen des neuen Rehazentrums im Westpark zu diesem Thema.

Rhythmusstörungen werden unterteilt nach ihrem Entstehungsort (Herzvorhof oder -kammer). Weiterhin erfolgt eine Unterscheidung von Herzrhythmusstörungen mit zu langsamem Herzschlag (Herzfrequenzen unter 60 Schlägen pro Minute) und mit zu schnellem Herzschlag (Herzfrequenzen über hundert Schlägen pro Minute). Bei zu langsamem Puls, der durch eine gestörte Impulsbildung oder elektrische Leitung im Herzen verursacht wird, kann eine Herzschrittmachertherapie notwendig sein. Der Herzschrittmacher sendet elektrische Impulse an das Herz und normalisiert so den Herzrhythmus. Bei schnellen Herzrhythmusstörungen kann eine medikamentöse Therapie zur Stabilisierung des Herzrhythmus führen. Im Notfall kann auch ein „Stromstoß“ mit Hilfe eines Defibrillators zur Beendigung der Rhythmusstörung und zum raschen Wiederherstellen eines normalen Rhythmus notwendig sein.

Viele schnelle Rhythmusstörungen aus dem Vorhof oder der Kammer des Herzens können heute mit Hilfe einer speziellen Herzkatheteruntersuchung (EPU, elektrophysiologischen Untersuchung) diagnostiziert und behandelt werden. Dabei wird der Ausgangspunkt der Herzrhythmusstörung im Herzen ermittelt und verödet, sodass dieser keine elektrischen Störungen mehr bildet oder fortleitet.

Der Vortrag findet im Rahmen der öffentlichen und kostenfreien Arztvortragsreihe statt, die eine alljährliche Gemeinschaftsaktion von II. Medizinischer Klinik des Klinikums St. Elisabeth, Deutscher Herzstiftung, Vitalsportverein, Praxis Dr. Huber/Dr. Langer-Huber, Ärztenetz Donaumed und Rehazentrum ist.


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