07.02.2020, 21:08 Uhr

Politik Die Straubinger SPD wünscht sich eine Kinderstation am Klinikum

 Foto: SPD Straubing Foto: SPD Straubing

Auf Einladung der beiden Stadträte Nail Demir und Traudl Gruber, Mitglied im Rettungszweckverband, konnte ein erster Erfahrungsaustausch mit Dr. Susanne Nusser, Oberärztin an der Alb-Fils-Klinik, das heißt, der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Eichert, organisiert werden.

STRAUBING. Zum Auftakt des „Pädiatrie-Struktur-Fachgesprächs“ erläuterte die Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin an der Alb-Fils-Klinik die Ansätze der stationären Präventionsarbeit (zum Beispiel zur Situation bei Kindeswohlgefährdung). Dabei steht ebenso die Kinderschutz-Leitlinie mit Handlungshinweisen für Prävention sogar auch für Neugeborene auf der Agenda. Dr. Susanne Nusser erläutert hierzu noch die speziellen Herausforderungen bei möglichen Unter- oder Überdiagnosen, denn „gut gemeint, ist nicht immer gut gemacht“, so die Oberärztin und unterstreicht dabei noch die Aufgaben eines multiprofessionellen Pflege- und Medizinerteams in ihrem Haus.

Im Fokus der SPD-Kandidierenden zum Stadtrat, um Dr. Sabine Kim, Kinderärztin, standen schließlich außerdem noch ökonomische Fragestellung zu tatsächlichen gesetzlichen Entwicklung und notwendiger finanzieller Ausstattung bei der stationären Kinder- und Jugendmedizin. Denn die Straubinger Sozialdemokraten wollen die Entwicklung einer Pädiatrie am örtlichen Klinikum Schritt für Schritt vorwärts bringen. Jürgen Karbstein, Mitglied im Familienbeirat der Stadt, erinnert dabei, dass im Hinblick auf die öffentliche Daseinsvorsorge nicht nur gewinnbringende Bereiche eines Klinikums im Fokus stehen, „es müssen in unseren Augen wichtige Angebote der Grund- und Regelversorgung sichergestellt werden“, so Karbstein. „Und wenn die Alb-Fils-Klinik kostendeckend oder das Kinderkrankenhaus in Amberg kostendeckend eine Pädiatrie betreiben könne, so sollte das auch in Straubing möglich werden“, so Gruber weiter. Dr. Sabine Kim unterstreicht dabei eine stationäre kinder- und jugendmedizinische (pädiatrische) Versorgung am Klinikum Straubing sei für das wachsende Oberzentrum Straubing zur noch besseren medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen wünschenswert. Doch darüber hinaus gilt es auf Bundesebene darauf hinzuwirken, dass das derzeit schwierige wirtschaftliche Umfeld der Kinderheilkunde verbessert wird und Voraussetzungen geschaffen werden, kinderärztliche Versorgung nicht zu einem Privileg städtischer Ballungsräume werden zu lassen. SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Stranninger forderte dabei einen weiteren wichtigen Schritt in die richtige Richtung am Klinikum Straubing ein: „Für uns ist die Einrichtung von vorläufig ein bis zwei speziell eingerichteten Stationszimmern, um vor Ort eine basale, stationäre medizinische Versorgung für Kinder anbieten zu können, ein berechtigtes Anliegen vieler Straubinger Familien“. Im Klinikum-Umbau sollten geeignete Alternativen, eingedenk neuer gesundheitspolitischer Gegenfinanzierungsmodelle von Seiten der Geschäftsführung erneut geprüft werden, fordert abschließend JUSO-Vorsitzender Marvin Kliem gemeinsam mit Sonja Hofmeister dann Stranninger auf, hier im Klinik-Verwaltungsrat erneut aktiv zu werden.


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