29.11.2019, 10:28 Uhr

Jubiläumsfortbildung der Klinik Bogen Kinder- und Jugendpsychiater informiert über Bindungsstörungen

(Foto: Stefan Fuchs)(Foto: Stefan Fuchs)

Die Fortbildungsreihe der Klinik Bogen auf dem Bogenberg hatte am Mittwochabend, 27. November, ihre 150. Veranstaltung zu verzeichnen. Rund 60 interessierte Ärztinnen und Ärzte der Region konnte hierzu Chefarzt Dr. med. Mathias Grohmann von der Inneren Medizin und Gastroenterologie der Klinik Bogen im Gasthaus „Zur schönen Aussicht“ begrüßen.

BOGEN Erstmals referierte in diesem Rahmen der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie Dr. medic. Alexandru C. Coman, der eine Praxis im Facharztzentrum Bogen betreibt. Er widmete seinen Vortrag dem Thema Bindungsstörungen. „Bindung ist das gefühlstragende Band, das eine Person zu einer anderen spezifischen Person anknüpft und das sie über Raum und Zeit miteinander verbindet“, so schilderte es bereits der berühmte britische Kinderpsychiater John Bowlby in den 1950er Jahren. Welche Folgen eine Schädigung dieses Bandes für junge Patientinnen und Patienten nach sich zieht, erläuterte Dr. Coman anhand von realen, anonymisierten Fallbeispielen aus seiner eigenen Berufslaufbahn in der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik und Praxis. Er skizzierte in für alle gut nachvollziehbarer Weise die Entwicklung von Auffälligkeiten im frühkindlichen Verhalten bis hin zur Vorstellung in der Praxis oder Klinik sowie den weiteren Lebens- und Behandlungsverlauf.

Angeregt von den Impulsen aus dem Vortrag nutzte das Publikum die anschließende Fragerunde zu einer lebhaften Diskussion. Von großem Interesse war dabei die Frage, in welchem Maß Menschen mit Bindungsstörungen auch im Erwachsenenalter mit bleibenden Problemen zu kämpfen haben.


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