27.10.2019, 18:35 Uhr

Am Donnerstag, 7. November Tag der offenen Tür im Prostatakarzinom-Zentrum

Dr. Christian Gilfrich, Chefarzt der Klinik für Urologie, wurde zum neunten Jahr in Folge mit dem Focus-Siegel im Bereich Prostatakrebs ausgezeichnet. Einen Einblick in das Prostatakarzinomzentrum können sich Interessierte am Tag der offenen Tür, Donnerstag, 7. November 2019, verschaffen. (Foto: Johannes Lehner)Dr. Christian Gilfrich, Chefarzt der Klinik für Urologie, wurde zum neunten Jahr in Folge mit dem Focus-Siegel im Bereich Prostatakrebs ausgezeichnet. Einen Einblick in das Prostatakarzinomzentrum können sich Interessierte am Tag der offenen Tür, Donnerstag, 7. November 2019, verschaffen. (Foto: Johannes Lehner)

Seit zehn Jahren gibt es das von der Deutschen Krebesgesellschaft zertifizierte Prostatakarzinom-Zentrum. Grund genug für einen Tag der offenen Tür am Donnerstag, 7. November, von 17 bis 19 Uhr im Klinikum St. Elisabeth. Die Besucher erwartet neben Kurzvorträgen rund um das Thema Prostatakrebs ein interessantes Begleitprogramm. Veranstalter ist die Klinik für Urologie. Der Eintritt ist frei.

STRAUBING In sechs Vorträgen beleuchten die Experten die Themen Vorbeugen, Vorsorge, Diagnose und Behandlung des Prostatakrebs. Ob Ernährung und Sport den Patienten helfen können, beantwortet Prof. Dr. Matthias May. Bei erhöhten PSA-Werten (Prostataspezifisches Antigen) verspricht die Prostata-MRT-Biopsie mit Navi-Unterstützung eine noch genauere Diagnostik, berichtet Dr. Johannes Moersler. Der Psycho(onko)logie stehen Männer eher skeptisch gegenüber. Zu Recht? Was das Fachgebiet den Patienten bringen kann, stellt M. Sc. Sebastian Nagler vor.

High-Tech steht im Mittelpunkt der beiden nächsten Vorträge. Chefarzt Dr. Christian Gilfrich, erfahrener DaVinci-Operateur und einer der Pioniere in diesem Bereich, berichtet über die Vorzüge des roboterassistierten Operationssystems. Für Prostata-Operationen entwickelt kommt die moderne Technik im Klinikum St. Elisabeth auch bei anderen Eingriffen zum Einsatz – beispielsweise an Niere, Nebenniere und Harnblase. Nicht immer muss Prostatakrebs operiert werden. Bestrahlung kann eine Alternative zur Operation sein oder diese ergänzen. Wie genau die Präzisionsstrahlen-therapie heute arbeitet, erläutert Privatdozent Dr. Christof Schäfer.

Auch wenn der Prostatakrebs bereits Metastasen gebildet hat, gibt es noch viele Möglichkeiten, die Krebserkrankung in Schach zu halten. Über die verschiedenen Methoden spricht Dr. Christopher Haberl, bevor sich die regionalen Prostatakrebs-Selbsthilfegruppen den Besuchern vorstellen. Kurt Imhof von der Deggendorfer Gruppe und Alfons Swaczyna von der PROCAS Regensburg geben Einblicke in ihre Angebote für Betroffene. Im Anschluss besteht Gelegenheit, den Experten Fragen rund um den Prostatakrebs zu stellen.

Bei Live-Vorführungen des aktuellen DaVinci-Operationssystems können sich die Besucher selbst ein Bild von der hochwertigen Präzisionstechnik machen und probehalber Gummibärchen operieren. Am Ernährungsstand gibt es nützliche Tipps für eine gesunde und schmackhafte Ernährung bei Krebs. Die beiden Selbsthilfegruppen legen Informationsmaterial auf und freuen sich auf einen regen Austausch mit den Patienten.

Zehn Jahre Prostatakrebs-Zentrum bedeutet, dass durch interdisziplinäre Zusammenarbeit die Diagnostik und Therapie der Erkrankung zum Wohl der Patienten verbessert wurde. Von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert entwickeln die Experten der verschiedenen Fachgebiete gemeinsam für jeden Patienten die optimale Therapie, unter anderem in den wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen. Hierbei wird am Klinikum fast das gesamte Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten für alle Stadien der Prostatakrebs-Erkrankung angeboten. Der Erfolg des Zentrums spiegelt sich unter anderem im aktuellen neunten Jahr der Auszeichnung des Magazins Focus Gesundheit für den Bereich Prostatakrebs wider.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.klinikum-straubing.de.


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