22.10.2019, 20:40 Uhr

Großes Interesse Patientenveranstaltung im Klinikum St. Elisabeth – chronische Erkrankungen der Hand

Die Referenten der Infoveranstaltung freuten sich über rund 80 Besucher im Klinikum: Leiter des Departments Handchirurgie Dr. Herbert Köck (Mitte) und Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie PD Dr. Stefan Grote (r.) mit (v.l.) Dr. Gunnar Wetterling, Dr. Albert Solleder und Nicole Wolf. (Foto: Dr. Markus Vogt)Die Referenten der Infoveranstaltung freuten sich über rund 80 Besucher im Klinikum: Leiter des Departments Handchirurgie Dr. Herbert Köck (Mitte) und Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie PD Dr. Stefan Grote (r.) mit (v.l.) Dr. Gunnar Wetterling, Dr. Albert Solleder und Nicole Wolf. (Foto: Dr. Markus Vogt)

Das Thema „Chronische Erkrankungen der Hand“ lockte am Mittwochabend, 16. Oktober, rund 80 Besucher ins Klinikum St. Elisabeth nach Straubing. Auf die verständlichen Vorträge zu den vier häufigsten Krankheitsbildern folgten viele Fragen an die ausgewiesenen Experten.

STRAUBING „Die Besucher nutzten die Chance, um nach dem offiziellen Teil mit den Spezialisten über ihre individuellen Handprobleme zu sprechen. Das war wie eine spontane Vor-Ort-Sprechstunde“, freut sich Privatdozent Dr. Stefan Grote, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie, über den großen Anklang.

Dr. Albert Solleder von der Praxis für Chirurgie stellte verschiedene Therapien vor, die den schnellenden Finger heilen und die Sehnenscheiden-Verengung beseitigen. Ziel der Behandlung ist es, dass der Finger beim Beugen oder Strecken nicht mehr nach vorne oder hinten schnappt.

Nicole Wolf beleuchtete das Überbein am Handgelenk (Ganglion). Die kugelartige Vorwölbung entsteht am häufigsten am Handrücken oder seltener auf der Beugeseite der Hand. Ursache ist in vielen Fällen eine Gelenkkapselschwäche. Überbeine bereiten meist keine Schmerzen. Treten jedoch Probleme auf, kann das Überbein operativ relativ einfach entfernt werden.

Wie Dr. Gunnar Wetterling sagte, ist beim Carpaltunnel-Syndrom der Mittelnerv eingeengt. Es kommt zu Taubheit und Kribbeln. Diese Störungen können vom Daumen bis zum Ringfinger auftreten und machen sich bevorzugt nachts bemerkbar. In schweren Fällen wird als letzter Weg eine Operation empfohlen.

Oberarzt Dr. Herbert Köck, Leiter des Departments Handchirurgie, nannte als Ursache von Morbus Dupuytren Verdickungen in der Hohlhand. Infolge der gutartigen Wucherung werden Finger - insbesondere der kleine und der Ringfinger - eingezogen und krümmen sich. Die Therapie wird individuell auf den Patienten zugeschnitten. Bei starken Einschränkungen kann in fortgeschrittenem Stadium eine Operation helfen.

Vertieft werden kann das Gespräch über Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten in der Handchirurgischen Sprechstunde mit dem Leiter des Departments Handchirurgie am Klinikum, Oberarzt Dr. Herbert Köck. Terminvereinbarungen sind unter der Telefonnummer 09421/ 710-1560 möglich.


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