13.01.2021, 11:37 Uhr

Pandemie Vorerst keine dezentralen Impfzentren im Landkreis Amberg-Sulzbach

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Ein Impfzentrum in Ensdorf steht nicht auf der Agenda. Entsprechende Pläne hatte Bürgermeister Hans Ram in einem OTV-Bericht am 11. Januar zum Ausdruck gebracht.

Landkreis Amberg-Sulzbach. „Ich weiß, dass man als Bürgermeister gerne Impfaktionen vor Ort anbieten und kurze Wege ermöglichen möchte. Dies widerspricht jedoch der Zentralstrategie des Freistaats, der wir als Landkreis Amberg-Sulzbach folgen“, so Landrat Richard Reisinger in einer Stellungnahme, die er Bürgermeister Hans Ram bereits telefonisch mitgeteilt hat. Diese sieht vor, dass die jeweils definierten Impfzentren auf Maximallast hochgefahren und Impfungen an die jeweiligen Zielgruppen schnell und effizient verabreicht werden.

„Zusätzliche dezentrale Impfzentren wollen wir in dieser ersten sensiblen Phase bewusst nicht“, so der Landrat. Die Ausnahme bilden lediglich die vier mobilen Impfteams, die zu den Bewohnern und Mitarbeitern in den Pflegeeinrichtungen und Kliniken unterwegs sind.

Zudem verweist Landrat Richard Reisinger auf die Einigung mit der Stadt Amberg, einen gemeinsamen Impfbetrieb an zwei Standorten - in Sulzbach-Rosenberg und in der Stadt Amberg - anzubieten. „Dieser wurde mitsamt seiner komplexen technischen und logistisch-medizinischen Anforderungen so ausgeschrieben und an die Kreisverbände des BRK übergeben“, ergänzt der Landrat.

Seit Wochenbeginn werden die beiden Impfstandorte zweimal pro Woche mit Impfstoffen der Firma Biontech/Pfizer beliefert. Eine erste Lieferung mit dem Vakzin von Moderna für das Klinikum Amberg ist ebenfalls eingetroffen. Ab 17. Januar beginnen bereits die Zweitimpfungen. Alle Bürger über 80 Jahre erhalten noch diese Woche ein Einladungsschreiben zur Impfung mit allen Anmeldungsmodalitäten. Die Registrierung für einen Impftermin ist ab sofort online unter www.impfzentren.bayern möglich. Ab Mittwoch, 13. Januar sind zudem die telefonischen Hotlines unter der Telefonnummer 09621/ 16229-7100 geschaltet. Bei der Anmeldung werden die Bürger entsprechend ihrer Wohnortadresse per Computer einem der beiden Impfzentren zugewiesen.

Das längerfristige Ziel sei, dass die Impfzentren irgendwann ganz überflüssig sein und die Impfungen von den Hausärzten regulär übernommen werden. Bis es so weit ist, gelte es, mit vollem Einsatz an der geltenden Strategie festzuhalten. „Wir haben seitens der Stadt Amberg, des Landkreises und des BRK ein sehr schlagkräftiges Team installiert und über die Feiertage und den Jahreswechsel durchgearbeitet. Ich hoffe, dass sich diese Mühen lohnen werden und wir schon bald der Normalität ein Stück näher kommen“, so Reisinger.


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