16.12.2020, 11:37 Uhr

Corona-Pandemie Das Impfzentrum Amberg im Jugendzentrum ist pünktlich einsatzbereit

BRK-Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller (links im Vordergrund) mit Oberbürgermeister Michael Cerny (2. von rechts) und Rechtsreferent Dr. Bernhard Mitko (3. von rechts) sowie Kollegen beim Rundgang durch das fast fertige Impfzentrum im Jugendzentrum Klärwerk. Foto: Susanne Schwab, Stadt AmbergBRK-Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller (links im Vordergrund) mit Oberbürgermeister Michael Cerny (2. von rechts) und Rechtsreferent Dr. Bernhard Mitko (3. von rechts) sowie Kollegen beim Rundgang durch das fast fertige Impfzentrum im Jugendzentrum Klärwerk. Foto: Susanne Schwab, Stadt Amberg

„Froh, dass wir hier in Amberg ein Impfzentrum schaffen können und dieses wie vorgegeben bis 15. Dezember einsatzbereit ist“, zeigte sich Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny bei der Vorstellung der im Amberger Jugendzentrum Klärwerk untergebrachten Einrichtung, deren Installation bereits bei der Besichtigung Ende vergangener Woche weit fortgeschritten war.

Amberg. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Kreisverbands Amberg-Sulzbach des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Sebastian Schaller und dem städtischen Rechtsreferenten Dr. Bernhard Mitko hatte der Amberger OB zu einem Rundgang durch die Räume eingeladen, in denen die Menschen aus der Stadt Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden können.

Dieses wie auch das zweite im Raum Amberg-Sulzbach eingerichtete Impfzentrum in Sulzbach-Rosenberg stehen für die Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen zur Verfügung, sobald der Impfstoff zugelassen ist und ausgegeben wird. Freilich gilt es dabei aber zu beachten, dass bei der Impfung nicht das „Windhundprinzip“ gilt, nach dem der Schnellste zuerst geimpft würde, sondern eine vorgegebene Priorisierung zugunsten vulnerabler Gruppen und medizinischen sowie Pflegepersonals. Doch auch dann wird man nicht einfach vorbeikommen können, sondern muss sich erst einmal einen Termin oder besser zwei Termine geben lassen.

Denn wie Sebastian Schaller deutlich machte, ist es tatsächlich so, dass für einen wirksamen Schutz zwei Impfungen statt nur einer erforderlich sind und diese in einem bestimmten Abstand erfolgen müssen. Den vollen Impfschutz habe man dann rund einen Monat nach der ersten Impfung. Insgesamt, so der BRK-Geschäftsführer weiter, könne jedes der Zentren 300 Impfungen pro Tag anbieten, hinzu kämen nochmals zwei mobile Impfteams für den Einsatz in den Alten- und Pflegeheimen sowie bei Menschen, die sich in häuslicher Pflege befinden. Außerdem sollten im weiteren Verlauf die Hausärzte mit dem Serum ausgestattet werden, das nach seiner Auslieferung innerhalb von vier Tagen zu verbrauchen ist.

Das Impfzentrum im Jugendzentrum Klärwerk wird ebenso wie das in Sulzbach-Rosenberg vom BRK betrieben, das sich sofort nach dem Zuschlag auf die Suche nach geeigneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemacht hat. Rund 80 Vollzeitkräfte sowie eine Vielzahl ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer sollen dafür sorgen, dass in dem Zentrum an sieben Tagen in der Woche jeweils in drei Schichten rund um die Uhr gearbeitet werden kann. Um dies zu gewährleisten, wurde das Erdgeschoss des Amberger Jugendzentrums in Windeseile in eine Einrichtung umgebaut, in der die zu impfenden Personen von der Anmeldung im Einbahnverkehr zu den diensthabenden Ärzten und dann weiter in die Impfkabinen gelotst werden. Am Ende der Strecke warten Ruheliegen, auf denen die frisch Geimpften kurz ausrasten können, bevor sie sich wieder auf den Nachhauseweg machen.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit dem BRK und Sebastian Schaller einen Partner gefunden haben, der die Manpower, Kompetenz und Erfahrung mitbringt, um diese anspruchsvolle Aufgabe bestens zu erledigen“, zog Oberbürgermeister Michael Cerny am Ende der Besichtigungstour Bilanz und betonte, wie wichtig diese Möglichkeit einer Impfung für die Gesellschaft sei. Mit dem Jugendzentrum habe man ein in der Bevölkerung bekanntes Gebäude gefunden, das bestens zu diesem Zweck geeignet und zudem für die Bürgerinnen und Bürger gut anfahrbar sei.


0 Kommentare