13.12.2020, 21:26 Uhr

Heime weiter im Blick 75 neue Infektionen am Samstag – fünf Schulklassen in Quarantäne

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Mit 75 neuen Corona-Infektionen am Samstag, 12. Dezember, steigt die Gesamtzahl im Landkreis Schwandorf auf 2.834. Die Sieben-Tage-Inzidenz wird vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit 190,03 und vom Robert-Koch-Institut mit 140,0 angegeben.

Landkreis Schwandorf. Fünf Schulklassen müssen ab sofort in Quarantäne gehen. Das betrifft eine erste Klasse der Grundschule Ettmannsdorf, eine vierte Klasse der Grundschule Wernberg-Köblitz, die Deutsch-Kombiklasse der Mittelschule Teublitz und eine fünfte und neunte Klasse an der Mittelschule Schmidgaden.

Aus dem St.-Johannis-Stift in Pfreimd liegen noch nicht alle Befunde der Reihentestung vor. Erfahrungsgemäß dürften die ausstehenden Befunde negativ sein, da positive Befunde auch am Wochenende bevorzugt übermittelt werden. Ab dem morgigen Montag stehen zwei Soldaten zur Unterstützung der Heimkräfte zur Verfügung. Die Versorgung der Heimbewohner ist derzeit noch gewährleistet.

A.I.B. kümmert sich um das Haus „Herzog Philipp“ in Burglengenfeld

„Auch heute haben uns weitere Presseanfragen zu den Geschehnissen in Burglengenfeld erreicht, über die wir gestern mehrmals berichtet haben. Nach derzeitiger Vertragslage wird die Ambulante Intensivpflege Bayern das betreffende Haus der Seniorenresidenz Naabtalpark bis zum Donnerstag, 17. Dezember, früh um 8 Uhr führen. Zu dieser Zeit wird die Nachtschicht von der Früh- bzw. Tagesschicht abgelöst und im Zuge dieser Ablösung wird A.I.B. das Heim wieder an den bisherigen Träger, die Unternehmensgruppe Sozialwerk Heuser, übergeben“, so das Landratsamt. Eine erste Reinigung eines Stockwerks hat am Samstagabend bzw. in der Samstagnacht noch stattgefunden. Am Sonntag erfolgte eine weitere Reinigung. Weitere Reinigungsaktionen sind notwendig, um die hygienische Situation weiter zu verbessern. „Die vom Landratsamt beauftragte Reinigungsfirma wird ihre Rechnung an uns stellen. Dass wir alle Kosten, die durch die Ersatzvornahme entstehen, dem Sozialwerk Heuser auferlegen, haben wir gestern erläutert.“

Polizei vor Ort

Die Polizeiinspektion Burglengenfeld war Samstag und Sonntag vor Ort im Heim. „Zunächst einmal ist es ein normaler Vorgang, dass die Polizei die Heimaufsicht im Rahmen des derzeit bayernweit geltenden Katastrophenfalls unterstützt, zumal die Polizei der Führungsgruppe Katastrophenschutz mit angehört. Die Polizei protokolliert auch ihre Feststellungen. Klar ist aber, dass derzeit die Betreuung der Bewohner Vorrang hat und dass zu einem späteren Zeitpunkt zu bewerten sein wird, ob den Vorkommnissen im Heim gegebenenfalls auch eine strafrechtliche Relevanz zukommt“, so das Landratsamt.

Probleme in der Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Küche des bisherigen Trägers wurden gelöst. Getränke wurden vom Roten Kreuz in Burglengenfeld beschafft. Da nach der Übergabe des Heims keine Arbeitskleidung mehr in dem betroffenen Gebäude vorzufinden war, stellt ab sofort A.I.B. die Arbeitskleidung. Für den Bedarf an Medikamente hoher Priorität wurden am Sonntag ab 13 Uhr Rezepte durch eine Burglengenfelder Arztpraxis erstellt. Zum Bedarf der „Priorität 1“ gehören auch Stoff- und Eimalwaschlappen, die nur begrenzt verfügbar waren. Bis zur Wäscheanlieferung Anfang der Woche hilft das BRK-Heim in Burglengenfeld aus. „Wenn ein Heim für ein paar Tage einer anderen Trägerschaft unterstellt wird, sind viele Punkte abzuarbeiten. Das ist ein normaler Vorgang, der nicht überbewertet werden darf. Wir haben es unter tatkräftiger Mithilfe fleißiger Kräfte geschafft, Antworten auch dort zu finden, wo keine Fragen zu erwarten waren“, informiert das Landratsamt.


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