19.08.2020, 13:57 Uhr

Trotz Corona Positives Signal für Krebspatienten – Integrative Onkologie am Klinikum nimmt Kursangebot wieder auf

Das Team der Integrativen Onkologie am Klinikum startet wieder mit dem Kursangebot: Kerstin Weiß, Geschäftsführerin des TV 1861 Amberg; Tobias Härtl und Johannes Dittrich, zertifizierte OTT-Therapeuten; Doris Kölbl, Koordinatorin Integrative Onkologie. Foto: Klinikum/DietlDas Team der Integrativen Onkologie am Klinikum startet wieder mit dem Kursangebot: Kerstin Weiß, Geschäftsführerin des TV 1861 Amberg; Tobias Härtl und Johannes Dittrich, zertifizierte OTT-Therapeuten; Doris Kölbl, Koordinatorin Integrative Onkologie. Foto: Klinikum/Dietl

Trotz Corona geht es weiter. Ein positives Signal, das die Integrative Onkologie am Klinikum St. Marien Amberg setzen möchte. Die Corona-Pandemie brachte das Kursangebot für an Krebs erkrankte Patienten vollkommen zum Erliegen.

Amberg. „Wir haben jetzt gemeinsam mit unserem Team ein Konzept erstellt, das es uns ermöglicht, wieder Trainingseinheiten und Kurse anzubieten. Natürlich haben wir dabei die erforderlichen Hygieneauflagen berücksichtigt“, erklärt die Koordinatorin der Integrativen Onkologie Doris Kölbl.

So finden Einheiten der Onkologischen Trainingstherapie (OTT) sowie Yogakurse ab sofort im Fitnessstudio Balance im TV Amberg statt. Aktuell läuft dort bereits je ein Kurs. „Als Kooperationspartner der Integrativen Onkologie unterstützen wir das Projekt sehr gerne und selbstverständlich trainieren wir mit den Patienten unter strengen Auflagen und beachten die Vorgaben des Bayerischen Behindertensportverbandes“, betont Kerstin Weiß, Geschäftsführerin des TV 1861 Amberg. „Als Verein ist unser Credo Bewegung für alle möglich zu machen. So können die Patienten hier nach ihren Möglichkeiten trainieren und wir können einen Teil zum Motto der Integrativen Onkologie ,Gemeinsam.Ganzheitlich.Gegen Krebs‘ beitragen.“ Die Kursräume und Trainingsgeräte sind reserviert und stehen Patienten der Integrativen Onkologie in reservierten Zeitfenstern zur Verfügung. Trainiert wird in Gruppen mit maximal acht Personen, so kann die Abstandsregelung eingehalten werden.

„Krebspatienten profitieren nachweislich von Bewegung, das beweisen auch viele Studien. Durch das Gefühl wieder aktiv zu sein, spüren Betroffene wieder mehr Lebensqualität“, heißt es von Seiten der Therapeuten der OTT. Und natürlich ist auch das Gemeinschaftsgefühl, das dabei entsteht, nicht zu unterschätzen. „Wir erleben oft, dass unseren Patienten der Austausch und der Kontakt mit anderen, die sich in der gleichen Situation befinden, sehr gut tun. Ein schönes Feedback für uns.“ „Die Trainingseinheiten bringen uns enorm weiter. Wenn man unsere körperliche Konstitution noch vor einem halben Jahr mit jetzt vergleicht, dann sind wir alle extrem stolz auf unseren Körper. Das ist aber vor allem dem hervorragenden Team dahinter zu verdanken, es ist immer ein Ansprechpartner verfügbar“, so die Meinung aller Kursteilnehmer.

Zusätzlich werden mittlerweile auch wieder Ernährungsworkshops angeboten. Einer davon fand bereits im Juli statt, ein weiterer ist im November geplant. „Obwohl wir in diesem Ernährungsworkshop wegen der Corona Vorschriften nicht aktiv mit den Patienten kochen konnten, sind die Patienten sehr glücklich darüber, dass die Kurse stattfinden“, so Peter Fischer, der Leiter der Klinikgastronomie. „Ernährung ist eine wichtige Unterstützung während der Therapie und kann zur Genesung beitragen“, weiß auch Elisabeth Gaulard-Hirth, staatlich geprüfte Diätassistentin. „Unsere Kursteilnehmer freuen sich immer über die Tipps und den Erfahrungsaustausch zur gesunden Ernährung.“ Im Moment profitieren Patienten der Krankenkasse Knappschaft vom gesamten Leistungsspektrum dieses Projekts. Die DAK finanziert eine Teilnahme für ihre Versicherten in einem reduzierten Leistungsumfang.


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