12.05.2020, 12:26 Uhr

Hände gründlich waschen Der Welttag der Handhygiene steht 2020 ganz im Zeichen der Corona-Pandemie

Immer wieder seine Hände zu desinfizieren, ist für Besucher, Ärzte und Pflegepersonal in der Klinik oberstes Gebot. Foto: Carina LeipoldImmer wieder seine Hände zu desinfizieren, ist für Besucher, Ärzte und Pflegepersonal in der Klinik oberstes Gebot. Foto: Carina Leipold

Mehr als 150 Desinfektionsspender sind in den Fluren und Zimmern der Asklepios-Klinik Oberviechtach angebracht. Und „sie werden von den Besuchern und Angehörigen unserer Patienten glücklicherweise fleißig genutzt“, weiß Dr. Christian Glöckner zu berichten.

Oberviechtach. Zum diesjährigen „Welttag der Handhygiene“ am 5. Mai erinnert der Ärztliche Direktor des Krankenhauses aber auch daran, wie wichtig es für alle Menschen ist, zu Hause auf eine gründliche und nur so wirkungsvolle Handhygiene zu achten.

Hände desinfizieren und waschen

„Das Coronavirus hat jedem deutlich vor Augen geführt, wie es jeder selbst ‚in der Hand‘ hat, die Übertragung von Krankheitserregern und das Risiko für die eigene Gesundheit zu reduzieren“, so Dr. Glöckner. Was in Kliniken für das Krankenhauspersonal und ganz besonders im Operationsbereich eine Selbstverständlichkeit sei, ist auch beim Kampf gegen die Corona-Pandemie wesentlich. „Umso mehr hat der Welttag der Handhygiene und die damit verbundene Kampagne ‚Aktion Saubere Hände‘ in ihrem zwölften Jahr an trauriger Aktualität, an der nötigen Aufmerksamkeit und an Bedeutung gewonnen.“

In diesem Zusammenhang erinnert Dr. Glöckner auch daran, dass die „Mär von den Krankenhauskeimen“ auf der falschen Annahme basiere, dass sich die Erreger in einer Klinik fest eingenistet hätten und auf geeignete Opfer warten würden. In Wirklichkeit werden bis zu 90 Prozent der gefürchteten multiresistenten Erreger von außen in die Kliniken eingeschleppt – häufig von Patienten selbst, aber auch von Besuchern.

Bei Asklepios ist das Hygienemanagement fester Bestandteil des Programms Patientensicherheit. Mit Medilys verfügt der Klinikbetreiber über ein eigenes Labor und eine Abteilung Krankenhaushygiene, die die Kliniken in allen Fachfragen berät und dabei unterstützt, die aktuellen Erkenntnisse und Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zeitnah umzusetzen.

Die Kampagne „Aktion Saubere Hände“ wurde 2008 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit gegründet und basiert auf der WHO-Kampagne „Clean Care is Safer Care“. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geben die folgende Anleitung zum Händewaschen:

Nass machen: Die Hände werden unter fließendes Wasser gehalten. Die Temperatur kann dabei so gewählt werden, dass sie angenehm ist.

Rundum einseifen: Handinnenflächen, Handrücken, Daumen, Fingerzwischenräume und Fingerspitzen sollten gründlich eingeseift werden.

Zeit lassen: Gründliches Händewaschen dauert mindestens 20 Sekunden, bei stark verschmutzten Händen auch länger.

Gründlich abspülen: Die Hände sollten unter fließendem Wasser abgespült werden.

Sorgfältig abtrocknen: Das Abtrocknen der Hände – auch der Fingerzwischenräume – gehört zum wirksamen Händewaschen dazu. Durch das Abtrocknen werden Keime entfernt, die noch an den Händen oder im restlichen Wasser an den Händen haften.


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