17.02.2020, 12:34 Uhr

Schutzengel für Herzpatienten Erster Arbeitskreis „Heart-Failure-Nurse“ am Klinikum Amberg

Das Team bei der Sitzung seines ersten Arbeitskreises: PD Dr. Christoph M. Birner, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I (3.v.l.), und Ingrid Meyer-Knieps, ausgebildete „HF-Nurse“ am Klinikum Amberg (5.v.l.). Foto: Klinikum/HofmannDas Team bei der Sitzung seines ersten Arbeitskreises: PD Dr. Christoph M. Birner, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I (3.v.l.), und Ingrid Meyer-Knieps, ausgebildete „HF-Nurse“ am Klinikum Amberg (5.v.l.). Foto: Klinikum/Hofmann

Rund zwei Millionen Menschen leiden allein in Deutschland an einer Herzpumpschwäche, der sogenannten Herzinsuffizienz. Das Herz ist dann nicht mehr in der Lage, die ausreichende Menge Blut durch den Körper zu pumpen. Die Folge: Unsere Organe werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

Amberg. Ist eine Herzinsuffizienz diagnostiziert, sind Betroffene erst einmal geschockt und überfordert. Dann das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, ist Aufgabe von sogenannten „Heart Failure Nurses“ („HF-Nurses“). Ingrid Meyer Knieps ist ausgebildete „HF-Nurse“ am Klinikum St. Marien Amberg und bietet Patienten eine bestmögliche Versorgung und Betreuung. „Patienten müssen erst einmal verstehen, dass sie wesentlich an der Besserung des Krankheitsverlaufs beitragen können durch zum Beispiel regelmäßige Messung, Medikamenteneinnahme und vor allem, dass sie die Therapie weiter fortsetzen müssen, auch wenn es ihnen besser geht. Persönliche Gespräche sind an dieser Stelle besonders wichtig.“

Das Angebot von „HF-Nurses“ dient auch der Vernetzung zwischen den niedergelassenen Ärzten und den übergeordneten Transplantationszentren. „Unser Anspruch ist es, die Versorgung unserer Herzpumpschwäche-Patienten bestmöglich zu gestalten und dabei immer die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse mit einfließen zu lassen“, betont PD Dr. Christoph M. Birner, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I am Klinikum Amberg. „Am besten funktioniert das im gegenseitigen Austausch zwischen den teilnehmenden Kliniken und den Praxen.“

Auftakt dafür war jetzt ein erster Arbeitskreis am Klinikum Amberg, bei dem auch die Universitätskliniken Düsseldorf und Göttingen, das Herzzentrum Berlin sowie eine kardiologische Praxis aus Augsburg vertreten waren. „Unser Ziel ist es, ein Netzwerk zu etablieren. Alle Seiten profitieren vom Austausch bereits erarbeiteter Materialien wie Konzept und Evaluierungsbögen. So können wir dazu beitragen, dass sich auch an anderen Kliniken und Praxen ,HF-Nurses‘ etablieren“, erklärt Meyer-Knieps.

Der Arbeitskreis „Heart-Failure-Nurse“ soll ab jetzt regelmäßig stattfinden. Das nächste Treffen an der Universitätsklinik Göttingen ist bereits in Planung.


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