24.01.2020, 09:44 Uhr

Einschleppung verhindern Die Schweinepest rückt von Osten heran

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Derzeit rückt die afrikanische Schweinepest vom Osten Europas her sehr nahe an die deutsche Grenze. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine virusbedingte Infektionskrankheit. Sie betrifft Schweine (Haus- und Wildschweine).

WEIDEN Eine Übertragung auf andere Tiere, zum Beispiel Jagdhunde, findet nicht statt. Eine Ansteckungsgefahr für den Menschen besteht nicht. Die bayerischen Veterinärbehörden bereiten sich auf ein Vorrücken der Seuche in Richtung Bayern vor. Die Staatsregierung hat ein umfassendes Maßnahmenpaket verabschiedet, um die Einschleppung der ASP zu verhindern. Deshalb sind alle Schweinehaltungen beim zuständigen Veterinäramt zu melden und die Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten.

Die Übertragung und Weiterverbreitung erfolgt direkt von Tier zu Tier, insbesondere Blut ist sehr ansteckend, oder indirekt zum Beispiel über kontaminierte Gegenstände. Speiseabfälle aus nicht gegarten Schweineprodukten (zum Beispiel Salami, Schinken, Fleisch) stellen eine mögliche Infektionsquelle dar. Deshalb müssen Speisereste gut verschlossen in Müllbehältern entsorgt werden. Das Mitbringen von Fleisch, -erzeugnissen und Milch aus Nicht-EU-Ländern ist grundsätzlich untersagt. Jäger sollten Hygienemaßnahmen bei der Wildschweinjagd einhalten, besonders im Hinblick auf Aufbruchmaterial. Besondere Vorsicht gilt bei Gegenständen, die Schweißkontakt hatten. Weitere Informationen und Ansprechpartner finden sich im Internet unter www.weiden.de/umwelt. Außerhalb der Dienstzeit erreichen Bürgerinnen und Bürger im Notfall das Veterinäramt über die örtliche Polizeidienststelle.


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