23.01.2020, 20:21 Uhr

Medizinische Qualität transparent machen Klinikum St. Marien Amberg ist Teil der Initiative Qualitätsmedizin

Dr. Harald Hollnberger, Ärztlicher Direktor des Klinikum St. Marien Amberg. (Foto: Klinikum/Dietl)Dr. Harald Hollnberger, Ärztlicher Direktor des Klinikum St. Marien Amberg. (Foto: Klinikum/Dietl)

Die Qualität in der Medizin für die Patienten zu verbessern ist das Ziel der Initiative Qualitätsmedizin, kurz IQM. Hinter der IQM steckt ein freiwilliger Zusammenschluss von 492 Kliniken in Deutschland und der Schweiz. Eine davon ist das Klinikum St. Marien Amberg, das sich jährlich einem freiwilligen Verfahren zur kontinuierlichen Qualitätssteigerung stellt.

AMBERG Alle Mitgliederkliniken nutzen dazu Qualitätsindikatoren, die auf der Basis von Routinedaten berechnet und für relevante Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren erhoben und ausgewertet werden. Verbesserungen von Abläufen und Strukturen können so identifiziert werden. „Die freiwillige Beteiligung an diesem Verfahren ist uns sehr wichtig, so ist es uns möglich, die sehr gute medizinische Versorgung unserer Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern. Gleiches gilt für die Patientensicherheit, die wir Basis einer sehr hohen Fachexpertise steigern können“, so Klinikumsvorstand Manfred Wendl.

Um Auffälligkeiten bei bestimmten Krankheitsbildern festzustellen, wird der bundesweit errechnete Erwartungswert für die Indikatoren mit dem Wert der jeweiligen Klinik verglichen. Zeigen sich dabei Auffälligkeiten, gehen externe speziell geschulte Ärzte diesen in einem sogenannten Peer-Review-Verfahren auf den Grund. „Das Ganze findet nach Prüfung der medizinischen Dokumentation in einem kollegialen Gespräch statt. Man begegnet sich dort auf Augenhöhe und es besteht die Möglichkeit, voneinander zu lernen“, betont Dr. Harald Hollnberger, der Ärztliche Direktor des Klinikums und neues Mitglied der Lenkungsgruppe Indikatoren für die öffentlich-rechtliche Trägergruppe bei der IQM. „Unser wichtigstes Anliegen ist es, das System zukunftsfähig anzupassen. Das bedeutet, wir setzen Impulse und versuchen das Verfahren in Bezug auf die Indikatoren weiterzuentwickeln – zum großen Vorteil für unsere Patienten.“

„Die Initiative Qualitätsmedizin ist die größte Echtdatenbank, die wir haben, um unsere Qualität beurteilen zu können“, begründet Dr. Hollnberger die Beteiligung des Klinikums am Verfahren. „In den IQM Mitglieder-Kliniken werden jährlich 7,7 Millionen Patienten stationär versorgt. Der Anteil an der stationären Versorgung in Deutschland liegt damit bei circa 45 Prozent und in der Schweiz bei circa 25 Prozent.“

Die Ergebnisse der ausgewerteten Daten werden online der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und sind auf der Homepage des Klinikums unter www.klinikum-amberg.de unter der Rubrik Klinikum/Qualität abrufbar.


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