21.01.2020, 12:31 Uhr

Monatliche Treffen gehen weiter „Gallionsfigur“verabschiedet sich aus der Selbsthilfegruppe Krebs

(Foto: Bernhard Krebs)(Foto: Bernhard Krebs)

„Mehr Zeit für meine große Familie“ nannte Helga Althammer als Grund, als sie nach über 25 Jahren ihr Amt als Vorsitzende der Selbsthilfegruppe Krebs in Burglengenfeld an ihre Nachfolgerin Dorothea Gebauer weiterreichte – nicht ohne jedoch zu versprechen, dass sie auch künftig, wenn Zeit bleibt, bei den monatlichen Treffen der Gruppe vorbeischauen werde.

BURGLENGENFELD Zum Abschied der Gründungsvorsitzenden beim monatlichen Treffen, das erstmals im Bürgertreff stattfand, ließ es sich der Ärztliche Direktor der Asklepios Klinik im Städtedreieck, Dr. Josef Zäch nicht nehmen, den Dank an Helga Althammer mit einem ausdrücklichen Bekenntnis zur Selbsthilfegruppe zu verbinden: „Gerade im Hinblick auf die psychosoziale Komponente ist der Wert der Einrichtung für die Patientinnen und Patienten nicht hoch genug zu schätzen. Auch für uns Ärzte sind diese und ähnliche Gruppen bei anderen Krankheitsbildern sehr wichtig, weil hier die betroffenen Menschen sich dauerhaft aufgehoben fühlen und auch ein Forum finden, bei Fragen, Sorgen und Ängsten einen schnellen Zugriff auf kompetente Ansprechpartner zu haben.“

Dass die Selbsthilfegruppe Krebs „weit mehr als ein regelmäßiges Kaffeekränzchen“ ist, unterstrich auch Dr. Albert Pronath, der vor über 25 Jahren zusammen mit dem damaligen Chefarzt Dr. Franz Josef Riedhammer die Gruppe initiiert hatte. Der Leitende Oberarzt Hämatologie und Onkologie an der Klinik lobte die „starke Gruppe“, die aktuell 27 Mitglieder zähle. Ein besonderes Anliegen bei der Arbeit der Gruppe sei von Beginn an die gute Verbindung zur Bayerischen Krebsgesellschaft in München und zu der Beratungsstelle in Regensburg gewesen, diese gelte es – wie auch die regelmäßigen Vorträge und Informationsveranstaltungen – ebenso fortzuführen. Die Unterstützung des Burglengenfelder Krankenhauses, fachlich wie organisatorisch, ist der Gruppe jedenfalls „immer gewiss“, versicherten unisono Dr. Pronath und Dr. Zäch.

Von der „Gallionsfigur Helga Althammer“ sprach Dr. Franz Josef Riedhammer bei seinem Rückblick in die Gründungszeiten der Selbsthilfegruppe: „Nach dem Impuls von Dr. Pronath und den ersten Planungen hatten wir das Glück, nicht nur mit Frau Althammer eine erste Vorsitzende gewinnen zu können, die durch ihre zupackende Art und ihre eigene Lebensgeschichte vielen Mitgliedern immer wieder Mut gab, sondern dass ihr mit Frau Anita Rickl von der ersten Stunde an jemand zur Seite stand, mit der sie sich gemeinsam verantwortlich um die Organisation der Gruppe kümmerte.“

Es geht weiter: Zum Umzug vom Pfarrheim in den Bürgertreff hieß deren Leiterin Tina Kolb die Mitglieder der Selbsthilfegruppe herzlich willkommen. Die monatlichen Treffen, die auch immer in den Medien bekannt gegeben werden und zu denen alle Interessierte willkommen sind, stellen eine „soziale Bereicherung unserer Einrichtung dar“. Mit Helga König, der stellvertretenden Vorsitzenden des Seniorenbeirats, habe sich „ein sehr erfahrenes, ehrenamtliches Bürgertreff-Teammitglied“ bereit erklärt, vor Ort der Selbsthilfegruppe als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.


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