12.11.2019, 16:10 Uhr

Bestmögliche Behandlung für Patienten Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe zum angekündigten Streik

(Foto: H.C. Wagner)(Foto: H.C. Wagner)

Gewerkschaft und Betriebsrat haben einen Teil der Belegschaft der Asklepios Orthopädischen Klinik in Schwandorf für Mittwoch, 13. November, und Montag, 18. November, zum Streik aufgerufen. Die Klinikleitung teilt hierzu mit, dass die Patientinnen und Patienten auch während der Streikmaßnahmen auf die bestmögliche Behandlung und Betreuung durch das Klinikpersonal vertrauen dürfen.

SCHWANDORF Zum Hintergrund: Die Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe hat Anfang Oktober Gespräche mit dem Betriebsrat geführt und dem von der Belegschaft gewählten Vertretergremium in einem Eckpunktepapier eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet. Die darin enthaltenen Regelungen führen bei der deutlichen Mehrheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu direkten Entgeltverbesserungen, unter anderem durch eine Erhöhung der Grundvergütung (insbesondere in der Pflege), durch Erhöhungen der Zeitzuschläge und durch Eingruppierung und Einstufung nach Berufserfahrung anstatt nach Betriebszugehörigkeit.

Die Verhandlungen fanden in einer freundlichen und sachlichen Atmosphäre statt und es wurden mit dem Betriebsrat weitere Gespräche im November vereinbart. Im Nachgang zu den Gesprächen haben die Klinik auch positives Feedback für ihre Vorschläge aus der Belegschaft erhalten und bezweifelt insoweit die von der Gewerkschaft behauptete Geschlossenheit.

Anders als von ver.di dargestellt, ist das Verhalten der Klinikleitung nicht rechtswidrig. Im Gegenteil: Der Betriebsrat ist gesetzlich verpflichtet, mit dem Arbeitgeber über Entlohnungsgrundsätze und Gehaltsstrukturen zu verhandeln. Darauf hat das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein 2018 in einem gleich gelagerten Fall hingewiesen. „Wir sehen keine Veranlassung, mit ver.di in Verhandlungen zu treten – allerdings hoffen und bauen wir darauf, gemeinsam mit dem Betriebsrat und der Belegschaft einen Weg zu finden, der für alle Beteiligten und nicht zuletzt für unsere Patientinnen und Patienten und die orthopädische sowie chirurgische Versorgung unserer Region der nachhaltig Vernünftigste ist“, so die Klinik.


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