20.08.2019, 10:48 Uhr

Rund 50.000 Euro investiert Manometrie und pH-Metrie – die Asklepios Klinik hat die Speiseröhre im Blick

Der Manometer. (Foto: Bernhard Krebs)Der Manometer. (Foto: Bernhard Krebs)

Mit der Ösophagus-Manometrie, wobei Ösophagus der lateinische Name für die Speiseröhre ist, und dem Ösophagus-pH-Meter hat das Burglengenfelder Krankenhaus die bereits ausgezeichnete Ausstattung in der Gastroenterologie nochmals entscheidend ergänzt.

BURGLENGENFELD Von der Speiseröhre bis zum Enddarm – Chefarzt Dr. Josef Zäch und sein Team können jeden Quadratmillimeter genau untersuchen und damit die bestmögliche Diagnose und anschließende Behandlung gewährleisten.

Dass der gute Ruf der Gastroenterologie an der Asklepios Klinik im Städtedreieck weit über die Grenzen der Region hinaus reicht, liegt nicht zuletzt an Dr. Zäch, einem ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet. Aber auch in der Medizin gilt: Können und Erfahrung kommen erst dann zum vollen Einsatz, wenn das Equipment stimmt. Und hier verfügt das Burglengenfelder Krankenhaus über modernste Technik, unter anderem für Ultraschall, Endoskopie und Endosonografie, die permanent erneuert und ergänzt wird. In die jüngste Anschaffung zweier Geräte samt Zubehör und Software investierte man laut Klinik-Geschäftsführer Felix Rauschek rund 50.000 Euro.

Die Manometrie ist ein Untersuchungsverfahren, das bei Schluckstörungen, Krämpfen der Speiseröhre, beziehungsweise des unteren Schließmuskels zum Magen (Achalasie) oder Brustschmerzen angewandt wird, die nicht auf das Herz zurückzuführen sind. Dazu führt Dr. Zäch vorsichtig über die Nase des Patienten einen nur drei Millimeter dicken, biegsamen Schlauch ein, der insgesamt 36 sogenannte Druckabnehmer im Abstand von etwa einem Zentimeter besitzt.

In der Ösophagus-Manometrie untersucht man während des Schluckens den vorherrschenden Druck in der Speiseröhre – in regelmäßigen Zeitabständen und an verschiedenen Stellen. Das Ergebnis ergibt ein dynamisches Bild, anhand dessen Dr. Zäch sehr genau ablesen und beurteilen kann, wo der Schluckablauf gestört ist. Die Untersuchung selbst dauert etwa 20 Minuten, wird ohne Narkose durchgeführt und ist in der Regel nicht schmerzhaft.

Sodbrennen?

Mit der pH-Metrie misst man den Säuregehalt in der Speiseröhre, indem – ebenfalls wieder über die Nase – eine dünne Sonde eingeführt wird, an deren Spitze ein pH-Sensor angebracht ist. Die Sonde bleibt dort ungefähr 24 Stunden (sie wird mit einem Klebestreifen an der Nase befestigt), währenddessen kann der Patient ganz normal seinen alltäglichen Tätigkeiten nachgehen. Die Messergebnisse, die von einem tragbaren Aufnahmegerät am Gürtel aufgezeichnet werden, dienen dann als Grundlage für eine entsprechende, individuelle Behandlung, zum Beispiel mit Medikamenten.

Die Ösophagus-pH-Metrie kommt bei typischen Reflux-Symptomen wie zum Beispiel Sodbrennen zum Einsatz. Ursachen können hier sein, dass der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre nicht mehr funktioniert, sodass der säurehaltige Mageninhalt wieder in die Speiseröhre zurückfließt, oder auch eine Hernie („Speiseröhrenbruch“). Die Refluxkrankheit ist übrigens gar nicht so selten, man schätzt, bis zu 20 Prozent der Menschen in Deutschland haben sie.


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