28.05.2019, 13:09 Uhr

Medizin Das Klinikum St. Marien Amberg beteiligt sich am Aktionstag „Zurück ins Leben“

Aufbau eines intensivmedizinischen Behandlungsplatzes. (Foto: Klinikum/Schlör)Aufbau eines intensivmedizinischen Behandlungsplatzes. (Foto: Klinikum/Schlör)

Zwei Fahrzeuge prallen frontal zusammen. Eine 21-jährige junge Frau wird im demolierten Fahrzeug eingeklemmt und kann erst durch die Feuerwehr befreit werden. Ein schwerer Verkehrsunfall, wie er sich tatsächlich ereignet hat. Durch den Rettungsdienst und den Hubschraubernotarzt wird die Frau medizinisch versorgt und ins Klinikum gebracht. Die Diagnose lautet unter anderem Hirnblutung, Schädel- und Wirbelsäulenbruch, Leberriss sowie Lungendurchspießung. Nach einer Not-OP kommt die Patientin auf die Intensivstation ...

AMBERG Die Intensivstation – eine Vorstellung, mit der viele Menschen automatisch Apparate, Tod und das Gefühl von „Ausgeliefert-Sein“ verbinden. Dabei gelingt es vielen Patienten dank der Intensivmedizin wieder einen Weg zurück ins Leben zu finden. Und genau darauf soll der nationale Aktionstag „Zurück ins Leben“ aufmerksam machen. Dahinter steckt eine Kampagne des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten e. V. sowie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. Gerade die Intensivstation ist ein Ort, an dem die Betreuung und Überwachung der Patienten durch Ärzte und Pflegekräfte engmaschig, direkt und kontinuierlich verläuft. „Der Mensch steht bei uns im Fokus. Von den Sanitätern, Ärzten, Pflegekräften, Operateuren bis hin zu den Ergo- und Physiotherapeuten sowie den Logopäden - viele verschiedene Berufsgruppen arbeiten hier zusammen“, erklärt Jens Schlör, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, Notfallmedizin und Intensivmedizin am Klinikum.

Persönliche Gespräche vor Ort mit unseren Intensivmedizinern lieferten am Aktionstag die Möglichkeit Vertrauen zu fassen und sich sensiblen Themen wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht zu widmen. „Es sind zweifelsfrei Themen, die wir alle verdrängen, aber sie gehören zum Leben. Damit wird sichergestellt, dass der Patientenwille umgesetzt wird“, weiß Priv.-Doz. Dr. Andreas Redel, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Klinikum St. Marien Amberg.

Die 21-jährige Patientin konnte nach rund einer Woche aus dem künstlichen Koma geholt und der Beatmungsschlauch entfernt werden. Durch Atemtraining, Physiotherapie und einer vierwöchigen Reha konnte die 21-Jährige anschließend wieder in ihren Beruf zurückkehren. Sie fand den Weg zurück ins Leben, dank moderner Intensivmedizin und Zusammenarbeit.


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