16.05.2019, 15:04 Uhr

Verbund-Perinatalzentrum Nordostbayern Versorgung von Risikoneugeborenen wird verbessert

Frühchen in Inkubator auf der Station B061 am Klinikum St. Marien Amberg. (Foto: Klinikum St. Marien Amberg)Frühchen in Inkubator auf der Station B061 am Klinikum St. Marien Amberg. (Foto: Klinikum St. Marien Amberg)

Grünes Licht vom Krankenhausplanungsausschuss! Die Strukturierungspläne für das gemeinsame Verbund-Perinatalzentrum Nordostbayern sind jetzt vollständig genehmigt worden. „Die Versorgung von Risikoneugeborenen in Bayern kann damit weiter ausgebaut werden“, verkündete Bayerns Gesundheitsministern Melanie Huml.

AMBERG/WIEDEN In seiner Sitzung am Montag hat der Krankenhausplanungsausschuss dem gemeinsamen Antrag des Klinikums St. Marien Amberg und der Kliniken Nordoberpfalz AG auch für die Frühgeborenenversorgung zugestimmt. Durch die Zustimmung des Krankenhausplanungsausschusses können sich künftig auch gestufte Perinatalzentren zusammenschließen. Bisher sah das Fachprogramm „Stationäre Versorgung von Risikoneugeborenen in Bayern“ des Bayerischen Krankenhausplans nur die Möglichkeit vor, dass sich mehrere Perinatalzentren Level 1 zu einem Verbund zusammenschließen können.

„Wir freuen uns sehr über die Zusage für die Neustrukturierung. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, dass wir auch zukünftig in der mittleren und nördlichen Oberpfalz Frühgeborene gemeinsam mit dem Klinikum Weiden in einem abgestimmten gestuften System versorgen können. Durch diese Strukturveränderungen können wir den gestiegenen Anforderungen Rechnung tragen und gleichzeitig für die Bevölkerung weiterhin wohnortnah die Versorgung von Frühgeborenen anbieten“, so Manfred Wendl, Vorstand des Klinikums St. Marien Amberg. Weiterer Teil des gemeinsamen Konzeptes der beiden Kliniken ist der Aufbau einer Kinderchirurgie mit Standort am Klinikum Weiden. Dafür hatte der Krankenhausplanungsausschuss schon in seiner letzten Sitzung grünes Licht gegeben. In den beiden Kliniken wird jetzt intensiv an den notwendigen Schritten für die Umsetzung des Konzeptes gearbeitet. Bis zur endgültigen Umsetzung des neuen Konzeptes werden weiterhin in Weiden und in Amberg Frühgeborene nach dem Level-I-Standard versorgt.

„Sobald die konkreten Zeitpläne vorliegen, werden wir umfassend informieren. Bis zur Umsetzung des neuen Konzeptes wird sich in der Versorgung unserer Patienten aber erst einmal nichts ändern“, so Josef Götz, der Vorstand der Nordoberpfalz AG.


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