02.11.2018, 23:11 Uhr

Umzug Das „Palli Vita“-Team hat eine neue Heimat

Das Team von „Palli Vita“ mit den Gesellschaftern und den beiden Geschäftsführern bei der Einweihung der neuen Räumlichkeiten in Kastl. (Foto: Klinikum/Gräß)Das Team von „Palli Vita“ mit den Gesellschaftern und den beiden Geschäftsführern bei der Einweihung der neuen Räumlichkeiten in Kastl. (Foto: Klinikum/Gräß)

Unheilbar krank – das ist wohl die schlimmste Diagnose, die ein Mensch bekommen kann. In so einer Ausnahmesituation ist professionelle Hilfe enorm wichtig. Die bekommen Betroffene zum Beispiel bei einem Hospizverein oder auf einer Palliativstation. Viele scheuen aber den Schritt hin zur Palliativ- oder Hospizversorgung und möchten lieber zuhause in ihrer gewohnten Umgebung betreut und versorgt werden.

AMBERG Und genau hier greift die SAPV, die sogenannte Spezialisierte ambulante Palliativversorgung. Sie ermöglicht Menschen, die an einer nicht heilbaren, fortgeschrittenen Erkrankung leiden, und auch deren Familien eine ganzheitliche palliativmedizinische Betreuung zuhause. Für die Landkreise Amberg-Sulzbach und Neumarkt sowie für die Stadt Amberg übernimmt das Team von „Palli Vita“ diese ambulante Betreuung seit fast zwei Jahren.

Bisher gab es zwei Einsatzbüros: eines am Neumarkter und eines am Amberger Klinikum. Das ändert sich ab jetzt: Das Büro ist komplett in die Amberger Straße 6 in die ehemalige Raiffeisenbank nach Kastl verlagert worden. Die Idee zum Umzug ist vor etwa einem Jahr entstanden. In Kastl stehen den Teammitgliedern jetzt größere Räumlichkeiten zur Verfügung. Insgesamt sind es drei Büros, ein Aufenthaltsraum und Lagerräume für verschiedene Materialien und medizinische Geräte, die das Team bei seinen Einsätzen benötigt. Die neuen Räume wurden den Bedürfnissen von „Palli Vita“ entsprechend umgebaut: Hier ist wesentlich mehr Platz und Ruhe zum Arbeiten – auch Patienten und Angehörige können besser empfangen werden, weil die Beratung im Gegensatz zu früher in einem separaten Raum stattfinden kann. Kastl liegt auch viel zentraler als die beiden vorherigen Einsatzbüros. Und noch einen Vorteil hat der Umzug: Das Team kann besser zusammenwachsen, weil alle von einem Standort aus arbeiten und die Mitglieder nicht mehr auf zwei Standorte verteilt sind. So fallen lange Telefonate, viele Videokonferenzen und sehr viel Hin- und herfaxen von Unterlagen weg, was die Abläufe für alle Beteiligten erleichtert.

Am erfolgreichen Versorgungskonzept von „Palli Vita“ ändert sich ansonsten aber nichts: Bei regelmäßigen Besuchen kontrollieren die Mitglieder des „Palli Vita“-Teams die Krankheitssymptome der Betroffenen und beobachten den Krankheitsverlauf. Außerdem besteht eine 24-Stunden-Rufbereitschaft der Pflegefachkräfte und der Fachärzte sowie psycho-soziale Unterstützung für die Patienten und ihre Angehörigen geben. Bei der Betreuung der Patienten arbeitet das „Palli Vita“-Team eng mit niedergelassenen Ärzten, eventuell schon tätigen ambulanten Pflegediensten, den Hospizvereinen Amberg und Neumarkt, den Kirchen und ambulanten und stationären Einrichtungen in der Region zusammen. Zum Team gehören niedergelassene Ärzte, Gesundheits- und Krankenpflegerinnen mit besonderen Kenntnissen in der Palliativmedizin, sowie geschulte Sozialpädagogen, Psychologen und Seelsorger.


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