28.09.2018, 22:09 Uhr

Gesundheit Bereits sechs Influenza-Fälle in Bayern gemeldet – Ministerin ruft zur Grippe-Impfung auf

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat zum Start der neuen Grippe-Saison dazu aufgerufen, sich rechtzeitig gegen die Viruskrankheit impfen zu lassen.

BAYERN Huml betonte am Freitag, 28. September: „Die schwere Grippewelle vom vergangenen Winter hat gezeigt, wie wichtig ein Impfschutz ist. Das gilt insbesondere für chronisch kranke Menschen, Schwangere und über 60-Jährige. Unverzichtbar ist diese Impfung zudem für das Personal in Krankenhäusern, Schulen und Pflegeeinrichtungen. Jetzt im frühen Herbst ist die beste Zeit, sich impfen zu lassen.“

Der Start der Grippe-Saison wird von Fachleuten für Anfang Oktober festgelegt. Bereits im September 2018 wurden in Bayern bislang sechs Grippe-Fälle gemeldet - davon drei in Mittelfranken und jeweils ein Fall in Niederbayern, der Oberpfalz und in Oberbayern. Auch in den Sommermonaten kam es vereinzelt zu Grippe-Fällen. Huml, die approbierte Ärztin ist, erläuterte: „Eine Grippe-Erkrankung sollte nicht unterschätzt werden. Es handelt sich dabei nicht um einen harmlosen Schnupfen, sondern um eine ernsthafte Erkrankung. Bei schweren Verläufen kann die Grippe auch Folgen wie eine Herzmuskelentzündung oder Lungenentzündung mit sich bringen.“ Die Ministerin verwies darauf, dass die gesetzlichen Krankenkassen mit Beschluss vom April 2018 die Kosten für den Vierfach-Impfstoff übernehmen. Eine entsprechende Empfehlung hatte die Ständige Impfkommission (STIKO) im Januar dieses Jahres ausgesprochen.

In Bayern wurden in der Grippe-Saison 2017/2018 (Meldewoche 40/2017 bis Meldewoche 16/2018) 43.639 Influenza-Fälle gemeldet - so viele wie noch nie seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001. Auch die Zahl der Grippe-Toten stieg im Vergleich zur Vorsaison, und zwar auf 142. In der Saison 2016/2017 starben 76 Menschen in Bayern an den Folgen der Grippe, insgesamt gab es damals 18.356 Influenza-Fälle. Die Ministerin unterstrich: „Wer geimpft ist, schützt nicht nur sich, sondern auch andere Menschen. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen die Möglichkeit einer Grippe-Impfung nutzen. Ansprechpartner für eine Beratung zur Impfung sind zum Beispiel die Hausärzte, Frauen- und Kinderärzte und das Gesundheitsamt.“

Die Grippe-Impfung muss jedes Jahr aufgefrischt werden. Grund dafür ist, dass der Impfstoff für jede Saison neu zusammengesetzt wird, um den aktuellen Grippeviren zu begegnen. Die Impfung ist in der Regel gut verträglich, die Kosten werden von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen.


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