24.08.2018, 11:03 Uhr

Nachholbedarf bei Keuchhusten Neuer Gesundheitsreport zeigt „erfreuliche Entwicklung bei der Masernimpfung“

(Foto: Alexander Raths/123rf.com)(Foto: Alexander Raths/123rf.com)

In Bayern gibt es eine positive Entwicklung bei den Impfquoten. Auf dieses Ergebnis des neuen Gesundheitsreports hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Freitag hingewiesen. Huml betonte: „Unsere intensive Aufklärungsarbeit zum Thema Impfen in den vergangenen Jahren war erfolgreich. So sind insbesondere die Masern-Impfquoten im Kleinkindalter und bei Schulanfängern deutlich gestiegen. Das ist sehr erfreulich.“

BAYERN Konkret lag dem Gesundheitsreport 2018 des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zufolge die Masern-Impfquote von Kleinkindern (bis 24 Monate) in Bayern beim Geburtsjahrgang 2014 bei 96,2 Prozent - und damit höher als im Bundesdurchschnitt (95,6 Prozent). Im Einschulungsalter konnten zum Schuljahr 2016/17 96,6 Prozent der Kinder die erste Masernimpfung nachweisen. Zum Schuljahr 2015/16 waren es 96,1 Prozent.

Das bayerische Gesundheitsministerium hatte in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) in Impfkampagnen gezielt zum Thema Masern aufgeklärt. Huml unterstrich: „Beim Impfen geht es nicht nur um den eigenen Schutz, sondern auch um das Allgemeinwohl. Vor allem Säuglinge und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, die selbst nicht geimpft werden können, müssen geschützt werden. Das sollten auch Impfskeptiker bedenken!“

Der aktuelle Gesundheitsreport hat zudem ergeben, dass es bei der Impfung gegen die Infektionskrankheit Keuchhusten (Pertussis) Handlungsbedarf gibt. Huml betonte: „Zwar haben 95,3 Prozent der Kinder im Einschulungsalter in Bayern eine abgeschlossene Grundimmunisierung, aber bei Pertussis sind, ähnlich wie bei Tetanus und Diphtherie, Auffrischimpfungen notwendig, da diese Impfungen nur einen zeitlich begrenzten Schutz geben.“

Die Ministerin erläuterte: „Keuchhusten ist hochansteckend und darf nicht unterschätzt werden. Betroffene leiden wochenlang unter zum Teil heftigen Hustenanfällen. Die häufigste Komplikation ist eine Lungenentzündung. Nur eine Impfung bietet wirksamen Schutz - für sich und für andere Menschen. Gerade für Säuglinge ist es wichtig, dass sie nicht durch ihr Umfeld angesteckt werden. Denn sie sind am meisten von schweren Krankheitsverläufen betroffen. Es ist deshalb wichtig, auch als Erwachsene regelmäßig den eigenen Impfstatus zu überprüfen oder vom Hausarzt überprüfen zu lassen.“

Der Gesundheitsreport sowie weitere Informationen zum Thema Impfen finden sich im Internet unter www.lgl.bayern.de und www.schutz-impfung-jetzt.de.


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