26.04.2018, 15:54 Uhr

Endoprothetik Innovatives OP-Verfahren für schnelle Mobilität von Hüft- und Kniepatienten

Dr. Horst Schneider, Chefarzt Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin, Oberarzt Jan Melichar, Leitender Oberarzt Nico Stirn und Oberarzt Morris Wolter (v.r.) stellten bei einem Infoabend im Krankenhaus St. Barbara die Entwicklungen auf dem Gebiert der Endoprothetik vor. (Foto: Claudia Seitz)Dr. Horst Schneider, Chefarzt Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin, Oberarzt Jan Melichar, Leitender Oberarzt Nico Stirn und Oberarzt Morris Wolter (v.r.) stellten bei einem Infoabend im Krankenhaus St. Barbara die Entwicklungen auf dem Gebiert der Endoprothetik vor. (Foto: Claudia Seitz)

Aufgrund der demographischen Entwicklung ist künstlicher Gelenkersatz seit Jahren ein Dauerthema in der Medizin. Dr. Horst Schneider, Chefarzt Unfallchirurgie, Orthopädie und Sportmedizin, stellte bei einem Infoabend im Krankenhaus St. Barbara die Entwicklungen auf dem Gebiert der Endoprothetik, dem künstlichen Gelenkersatz, vor.

SCHWANDORF Neu in der Endoprothetik sei das Gesamtkonzept rund um die OP, sagte Dr. Schneider. Im Krankenhaus St. Barbara wird eine Methode angewandt, bei der nach der Operation keine Drainagen mehr angelegt werden. Internationale Studien belegen, dass Patienten ohne Drainage einen geringeren Bedarf an Bluttransfusionen haben. Neue Studien weisen außerdem nach, dass Drainagen keine schnellere Wundheilung bewirken. „Die Vorteile liegen auf der Hand. Und auch in der Praxis machen wir nur gute Erfahrungen“, sagte Dr. Horst Schneider.

Die Oberärzte MUDr. Jan Melichar und Dr. Morris Wolter erklärten anhand von Bildern, wie Endoprothesen aussehen und wie sie eingesetzt werden. Bei Endoprothesen handelt es sich um Implantate, die dauerhaft im Körper verbleiben und das geschädigte Körperteil ganz oder teilweise ersetzen, wie etwa ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk. Eine Vielzahl von langlebigen Implantaten steht zur Verfügung, sodass für jeden Patienten ein passendes Ersatzgelenk gibt.

Leitender Oberarzt Nico Stirn erklärte in seinem Vortrag, wie künstliche Gelenke minimalinvasiv eingesetzt werden. Minimalinvasive Zugänge kommen mit nur kleinen Hautschnitten aus. Sie sind sehr gewebeschonend, da Muskeln nicht durchtrennt werden und Weichteile keine größeren Schäden davontragen. Zusammen mit einem innovativen Schmerzkonzept ermöglicht dies eine rasche Mobilisation der Patienten. „Aufstehen am OP-Tag? Ja, das geht! Wir bringen sie schnell wieder auf die Beine“, betonte Nico Stirn. Die Rehabilitation beginnt sofort nach der Operation. Unter Anleitung der Physiotherapeuten führen Patienten gezielte Beuge- und Streckübungen durch. Ziele bei der Behandlung der Patienten sei immer Schmerzfreiheit und schnelle Mobilisation für eine bessere Beweglichkeit und neue Lebensqualität.

Das Patientenforum im Krankenhaus St. Barbara stieß auf reges Interesse bei Patienten und medizinisch Interessierten. Die Möglichkeit zur Diskussion im Anschluss an die Vorträge nutzte das Publikum ausgiebig.


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