17.04.2018, 19:45 Uhr

130 Kissen genäht Kneippverein Fensterbachtal spendet ganz besondere Herzen für Brustkrebspatientinnen

Elsa Lehner, Prof. Dr. Anton Scharl, Dr. Marlene Groitl, Irmgard Schneider, Anneliese Lahs, Maria Dörfler, Selma Morasch, Sabine Baumer. (Foto: Klinikum/Gräß)Elsa Lehner, Prof. Dr. Anton Scharl, Dr. Marlene Groitl, Irmgard Schneider, Anneliese Lahs, Maria Dörfler, Selma Morasch, Sabine Baumer. (Foto: Klinikum/Gräß)

Wochenlang haben fünf Frauen fleißig Kissen genäht. Herausgekommen sind dabei am Ende 130 Herzkissen. Und die haben die Damen des Kneippvereins Fensterbachtal jetzt an die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Klinikums St. Marien gespendet. Für Patientinnen, die an Brustkrebs erkrankt sind.

AMBERG Mit dem Nähen allein war die Arbeit aber nicht getan, die Kissen mussten natürlich auch befüllt werden. Und dafür haben sich die Mitglieder des Kneipvereins an einem Nachmittag im Advent getroffen: „Unsere Näherinnen arbeiten schon im Vorfeld und lassen dann eine Handbreit Naht frei“, so Dr. Marlene Groitl, die erste Vorsitzende des Vereins. „Dann wird gemeinsam Füllmaterial gestopft, zugenäht und die Etiketten mit netten Sprüchen für die Patienten werden angebracht.“ Mehrere Stunden haben die 16 fleißigen Helfer des Kneippvereins dafür gebraucht. „Das läuft sehr konzentriert ab“, erzählt Dr. Groitl. „Wir hatten zwar auch Kaffee, Kuchen und Glühwein vorbereitet, aber zuerst wollten wir alle die Arbeit machen. Dabei herrschte eine ganz besondere Stimmung – ich glaube, dass jeder beim Befüllen ein bisschen an die Patienten gedacht hat. Und wenn die Arbeit getan ist, freut man sich, dass man jemandem etwas Gutes damit tun kann.“

Und die Mühe hat sich gelohnt: Die Kissen sehen nicht nur hübsch aus – sie helfen vor allem. „Die Kissen helfen unseren Patientinnen sehr“, freut sich Prof. Dr. Anton Scharl, der Leitende Chefarzt der Frauenkliniken Amberg-Tirschenreuth-Weiden, bei der Übergabe. „Sie lindern einerseits die Schmerzen, die nach einer Operation auftreten. Auf der anderen Seite helfen die Kissen auch der Psyche.“ „Unsere Patientinnen freuen sich sehr über die Kissen“, fügt Irmgard Schneider, die als Brustschwester für die Patientinnen am Klinikum da ist, hinzu. „Manche haben sogar Tränen in den Augen, wenn sie ihr Kissen bekommen.“ Und Selma Morsch, Stationsleitung der E2, weiß: „Die Frauen merken, dass jemand an sie denkt. Es ist immer ein ganz besonderer Moment, wenn die Patientinnen sich ein Kissen aussuchen.“


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