07.03.2018, 23:33 Uhr

Erweiterungsbau offiziell eingeweiht Notaufnahme am Klinikum St. Marien in Amberg zieht in neue Räume

Michael Cerny, Wolfgang Brummer, Manfred Wendl, Marc Bigalke, Erhard Retzer. (Foto: Hecht/Klinikum)Michael Cerny, Wolfgang Brummer, Manfred Wendl, Marc Bigalke, Erhard Retzer. (Foto: Hecht/Klinikum)

Die erste von insgesamt zwei Bauphasen der neuen Zentralen Notaufnahme (ZNA) am Klinikum St. Marien Amberg ist abgeschlossen. Spatenstich für die Baumaßnahme war am 21. Juli 2016. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit werden die neuen Räumlichkeiten mit der offiziellen Einweihungsfeier ab sofort in Betrieb genommen.

AMBERG Im Erweiterungsbereich der Zentralen Notaufnahme gibt es sechs Untersuchungs- und Behandlungsräume, ein Isolationszimmer für Patienten, die mit einer hochansteckenden Krankheit wie beispielsweise Influenza oder Norovirus ins Klinikum kommen, und zwei Interimsschockräume. „Das sind spezielle Räume in einer Notaufnahme, in denen wir schwerstverletzte Patienten behandeln können“, erklärt Marc Bigalke, der Ärztliche Leiter der ZNA in Amberg. „Für die Interimsschockräume wurden bei uns jeweils zwei Zimmer zusammengeschlossen. Sobald die zweite Bauphase fertig ist, ziehen die Schockräume wieder in den Bestandsbau zurück. Dort werden die bisherigen Räume erweitert und neu gestaltet.“

Das Schwierige am Umbau der Notaufnahme ist, dass die Arbeiten im laufenden Betrieb stattfinden müssen. „Wir können die ZNA ja nicht einfach schließen“, so Bigalke. „Deshalb musste auch der Umzug im Normalbetrieb über die Bühne gehen. Das ist eine logistische Meisterleistung mit mehrwöchiger Vorbereitungszeit.“ Nicht nur die Büros, sondern auch alle Medikamente, die IT und medizinische Hardware – alles musste aus den bisherigen Räumlichkeiten raus, denn diese wird in der nächsten Bauphase komplett entkernt und saniert.

Zukünftig gelangen Patienten über drei Wege in die Amberger Notaufnahme: Liegendkranke werden mit dem Rettungswagen wie auch vorher schon über die Brücke von der Wiltmaisterstraße gebracht. „Hier haben wir im Zuge der Bauarbeiten eine größere Halle geschaffen, damit die Rettungskräfte die Patienten bei geschlossenen Toren ausladen können“, erklärt Dennis-Bastian Trage von der Bauverwaltung des Klinikums. „Und die Brücke außerhalb der Halle ist jetzt überdacht, sodass die Rettungskräfte und Patienten bei erhöhtem Andrang nicht der Witterung ausgesetzt sind.“ Dieser Zugang zur ZNA über die Brücke ist künftig ausschließlich für Rettungsfahrzeuge gedacht. Patienten, die selbst in die Notaufnahme kommen – gehend oder im Rollstuhl – erreichen die ZNA von jetzt an über ein neues Treppenhaus mit Aufzug, das knapp oberhalb der Einfahrt in der Wiltmaisterstraße errichtet wurde. „In der neuen ZNA haben wir zukünftig zwei separate Anmeldetresen – einen für Gehend- und einen für Liegendkranke – und zwei separate Übergabezimmer, die wir für die abschließenden Gespräche mit den Patienten nutzen können“, erläutert Marc Bigalke.

Der neue Wartebereich ist wesentlich größer als der alte, Oberlichter und eine Glasfront sorgen für mehr Tageslicht und eine angenehmere Atmosphäre. „Hier wurde außerdem ein zentraler Stützpunkt für die Pflegekräfte eingeplant – weg von den beiden Anmeldetresen, die für die administrativen Belange geschaffen wurden“, schildert Dennis-Bastian Trage.

Die geschätzten Kosten für die Gesamtmaßnahme belaufen sich auf 9,9 Millionen Euro. Die Nutzfläche wird auf 950 Quadratmeter mehr als verdoppelt. „Wenn auch die zweite Bauphase fertig ist, sind wir bei einer Gesamtgrundfläche von rund 1.500 Quadratmetern“, so Trage. „Mit der vollständigen Fertigstellung der ZNA rechnen wir Ende 2019.“ Dann können die Interimsschockräume wieder in den Bestandsbau umziehen. Ein weiterer Eingriffsraum kommt neu dazu, zwei Untersuchungs- und Behandlungsräume und mehrere Büros für die Ärzte der Notaufnahme.

„Die Zahl der Patienten, die wir in der Notaufnahme versorgen, steigt jedes Jahr“, fügt Klinikumsvorstand Manfred Wendl hinzu. „Deshalb war es dringend an der Zeit, die ZNA zu erweitern, neu zu strukturieren und die bisherigen Räumlichkeiten zu sanieren. Wir haben nach dem Umbau größere und vor allem auch mehr Räume zur Verfügung. Diese brauchen wir, um unsere Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme bestens versorgen zu können. Wir freuen uns, dass wir in den neuen Räumlichkeiten räumlich alles vorhalten können, um eine heute zeitgerechte, qualitativ hochwertige, interdisziplinäre Notfallversorgung von Schwerstverletzten gewährleisten zu können.


0 Kommentare