15.12.2020, 11:58 Uhr

Corona-Pandemie Das Impfzentrum des Landkreises Cham ist einsatzbereit

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Das Impfzentrum des Landkreises Cham mit den beiden Standorten in Bad Kötzting und Roding ist einsatzbereit. „Wir haben unseren Auftrag erfüllt. Die personellen und organisatorischen Vorarbeiten sind abgeschlossen. Sobald der Impfstoff verfügbar ist, können wir loslegen“, stellte Landrat Franz Löffler bei einem Besuch der Räumlichkeiten in den Klinikgebäuden in Bad Kötzting und Roding fest.

Landkreis Cham. Er dankt dem Team um Landratsamtsmitarbeiter Ronald Burger und Michael Daiminger vom BRK-Kreisverband Cham für die intensive Arbeit der vergangenen Wochen. Zum einen sei die zur Verfügung stehende Zeit sehr kurz gewesen, zum anderen habe man auf keine fertigen Rezepte zurückgreifen können: „Innerhalb weniger Wochen waren geeignete Räume zu finden und einzurichten, das nötige Personal zu gewinnen und eine Reihe höchst anspruchsvoller organisatorischer Aufgaben von der gesicherten Einhaltung der Kühlkette bis zur Einteilung von Dienstplänen zu regeln“, so der Landrat.

Das Impfzentrum wird unter der Trägerschaft des Landkreises an den Sana-Kliniken in Roding und Bad Kötzting betrieben. Zusätzlich werden mobile Impfteams für den Einsatz in Pflege- und Behinderteneinrichtungen gebildet. An jedem Standort stehen abgekoppelt vom regulären Krankenhausbetrieb zunächst je circa 200 Quadratmeter für das Impfzentrum zur Verfügung, die erweitert werden können. Die Räume sind nach ihrer Zweckbestimmung eingerichtet und auch ausgeschildert.

Zu Beginn erfolgt die Registrierung der zu impfenden Personen, wobei auch ein Aufklärungsbogen ausgefüllt werden muss. Dann bespricht der Arzt mit dem Impfwilligen die medizinische Vorgeschichte und informiert ausführlich über die Impfung, bevor schließlich nach Unterzeichnung der Einverständniserklärung die eigentliche Impfung erfolgt.

Als Impfärztinnen und -ärzte werden rund 40 niedergelassene sowie Ruhestands- und Krankenhausärztinnen und -ärzte tätig sein. Weitere geschulte medizinische Fachkräfte stellt der BRK-Kreisverband Cham zur Verfügung. Landrat Franz Löffler bedankt sich bereits jetzt bei den Mitwirkenden für die Bereitschaft, sich in den Dienst dieses so wichtigen Bestandteils der Pandemiebekämpfung zu stellen. Verwaltungspersonal wurde bereits vom Landratsamt Cham neu eingestellt.

Die Impfzentren werden grundsätzlich an sieben Tagen in der Woche betrieben. Eine Impfung ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich, um längere Wartezeiten zu vermeiden. Die Festlegung des priorisierten Personenkreises für die ersten Impftermine und die genauen Kontaktdaten für die Terminvergabe werden noch bekanntgegeben.

Der Impfstoff, das Impfmaterial und die bayernweit einheitliche Software für die Terminvergabe und Registrierung werden zentral durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zur Verfügung gestellt. Die Auslieferung des Impfstoffs an die Impfzentren erfolgt von zentralen Standorten aus durch Logistikunternehmen. Wann genau mit den Impfungen gestartet werden kann, hängt von der Zulassung und der Auslieferung der Impfstoffe ab. Der Landkreis Cham steht jedenfalls auf „Standby“.


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