30.11.2020, 23:40 Uhr

Gesundheit Trotz Pandemie und Lockdown – Beratungsstelle des Vereins „Zweites Leben“ bietet Hilfe an

Anne-Kathrin Lang und Susanne Dankesreiter. Foto: Berthold NeppelAnne-Kathrin Lang und Susanne Dankesreiter. Foto: Berthold Neppel

Menschen nach einem Schlaganfall oder einer erworbenen Schädel-Hirnverletzung gehören in dieser Zeit der Pandemie zu den besonders gefährdeten Risikogruppen.

Regensburg. Nicht nur die Angst vor einer Ansteckung belastet die Betroffenen. Eine Vielzahl von Einschränkungen durch den Lockdown trifft sie extrem. So sind häufig notwendige Rehamaßnahmen abgebrochen worden; die Angst vor Rückschritten bereits erworbener Fähigkeiten ist groß; der Besuch von Selbsthilfegruppen kann nicht stattfinden; bei der Beantragung von Pflegestufen ist eine persönliche Begutachtung oft nicht möglich; die Isolation durch Kontaktbeschränkungen führt zu mehr Vereinsamung.

Durch die monatelange Schließung des Neurologischen Nachsorgezentrums am Bezirksklinikum fehlte den Betroffenen auch die Tagesstrukturierung. Zurzeit steht nur ein eingeschränktes Angebot zur Verfügung. Dadurch werden auch die pflegenden Angehörigen zusätzlich belastet.

Die Beratungsstelle des Vereins „Zweites Leben“ mit ihren beiden Sozialpädagoginnen Susanne Dankesreiter und Anne-Kathrin Lang ist erreichbar. Seit Beginn der Pandemie stellen beide einen deutlich erhöhten Bedarf an psychosozialer Begleitung fest. Sie bemühen sich, durch Telefongespräche und „Beratungsspaziergänge“ an der frischen Luft, die Sorgen abzufragen und Hilfestellung zu geben. Persönliche Gespräche können in der Beratungsstelle im neu geschaffenen Wohnhaus „Wohnen Zweites Leben“ in der Lore-Kullmer-Straße vereinbart werden. Die Beratungsstelle ist telefonisch erreichbar von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und nach Absprache unter der Telefonnummer 0941/ 9413881.


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