10.09.2020, 11:07 Uhr

Info-Besuch Die BRK-Rettungswache in Wörth kommt gut durch die Krise

Jürgen Neshyba, Wolfgang Scholz, Sylvia Stierstorfer und Sebastian Lange. Foto: Romina WildenauerJürgen Neshyba, Wolfgang Scholz, Sylvia Stierstorfer und Sebastian Lange. Foto: Romina Wildenauer

Gut gefordert, aber nie überfordert waren die Rettungskräfte der BRK-Rettungswache in Oberachdorf in Wörth an der Donau in der Hochphase der Corona-Pandemie. Die Zahl der Einsätze sei insgesamt nahezu auf gleichem Niveau geblieben, wie der Leiter der Rettungswache Jürgen Neshyba der Landtagsabgeordneten Sylvia Stierstorfer bei ihrem Besuch mitteilte.

Wörth an der Donau. Lediglich die Art der Einsätze habe sich verändert: So gab es mehr Infektionstransporte zu verzeichnen, da immer wieder an Covid-19 erkrankte Patienten zu befördern waren. Dafür sank die Anzahl der sonstigen Transporte, erklärte Neshyba, der die Rettungswache seit 1. Januar 2020 leitet.

Stierstorfer wollte im direkten Gespräch mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Rettungswache sowie mit dem Leiter der BRK-Rettungsdienste des Kreisverbandes und stellvertretender Geschäftsführer Sebastian Lange erfahren, was sie bewegt. Neshyba berichtete, dass die Lage durchgehend unter Kontrolle gewesen sei und stets genügend personelle und materielle Ressourcen zur Verfügung gestanden hätten. „Mit Schutzausrüstung für unsere Helferinnen und Helfer gab es nie ein Problem“, bestätigte Lange. Dies läge auch daran, dass das Bayerische Rote Kreuz über eine gute interne Logistik verfüge und einen eigenen Vorrat an Schutzausrüstung vorhalte.

Die Corona-Krise hat auch beim BRK für einen Digitalisierungsschub gesorgt: Die Rettungskräfte wurden mit Videos über den Umgang mit dem Infektionsgeschehen und der Versorgung von Corona-Patienten geschult. Regelmäßige Video- und Telefonkonferenzen sorgen für den entscheidenden Austausch von Informationen zur aktuellen Infektionslage. Mit Blick auf die bevorstehende kältere Jahreszeit bat Lange die Abgeordnete sich dafür einzusetzen, dass die Kinderbetreuung aufrecht erhalten bleibt, auch wenn sich die Corona-Lage wieder verschlechtern sollte. „Wer bei einem Pflegedienst oder im Rettungswesen arbeitet muss sich darauf verlassen können, dass die Kinder in der Zeit gut betreut sind“, sagte Lange. Mit diesem Anliegen stieß er bei Stierstorfer auf offene Ohren, die sich in ihrer Funktion als stellvertretende Vorsitzende des Sozialarbeitskreises der Landtags-CSU und Mitglied im Sozialausschuss des Landtags genau dafür stark macht. Die Abgeordnete geht davon aus, dass es nicht mehr zu einer erneuten Komplettschließung von Schulen und Kindertagesstätten kommen wird. Die Politikerin bedankte sich bei allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des BRK, die gerade während der Krise eine herausragende Arbeit leisten.


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