08.09.2020, 15:31 Uhr

Tolle Aktion Regenbogenfahrer bringen Mut und Hoffnung an die Kinder-Krebskliniken

Theresia Haferland (vorne links sitzend) und zehn Familienmitglieder brachten als Regenbogenfahrer Mut und Hoffnung ans Kinder-Uniklinikum in Regensburg.  Foto: Christian OmonskyTheresia Haferland (vorne links sitzend) und zehn Familienmitglieder brachten als Regenbogenfahrer Mut und Hoffnung ans Kinder-Uniklinikum in Regensburg. Foto: Christian Omonsky

Als Regenbogenfahrerin hat sich Theresia Haferland zusammen mit zehn Familienmitgliedern aufs Rad geschwungen und die Pädiatrische Onkologie der Kinder-Uniklinik Regensburg besucht. Vor rund 20 Jahren war Haferland als Jugendliche selbst Krebspatientin.

Regensburg. Sie und andere Regenbogenfahrer bundesweit wollen Kindern und Jugendlichen mit Krebserkrankung Mut machen und Hoffnung geben. Ihr Beispiel zeigt, dass Krebs bei jungen Patienten gute Heilungschancen hat und dass sportliche Höchstleitungen nach überstandener Krankheit möglich sind. Organisiert hat den Termin der Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder Ostbayern e. V. (VKKK).

Die Regenbogenfahrt 2020 war eigentlich als Radtour zu allen bayerischen Kinderkrebskliniken geplant. Corona hat den Plan dieses Jahr vereitelt. Statt solchen Großaktionen radeln die ehemaligen Krebspatienten allein oder in kleinen Gruppen zu den rund 50 deutschen Kinderkrebszentren. Im Gepäck haben sie ein Päckchen, das als Geschenke für die jungen Patienten Regenbogenarmbänder, Mutperlen und einen USB-Stick mit einer Video-Botschaft enthält. Die Regensburger Gruppe hatte zusätzlich für jedes Kind auf der Station ein Fahrrad-Beleuchtungsset und eine Trinkflasche dabei. Die Geschenke hat Felix Zimmermann, Inhaber des Neutraublinger Fahrradgeschäfts Bikezeit, gestiftet. Er und seine Frau Birgit unterstützen regelmäßig den VKKK, seit ihr Sohn vor zehn Jahren selbst eine Krebserkrankung überstanden hat.

Normalerweise wäre Theresia Haferland direkt auf die Station gegangen, um den Kindern von ihrem erfolgreichen Kampf gegen den Krebs zu erzählen. Im Corona-Jahr hat sie die Geschenke vor dem Eingang überreicht. Stellvertretend für die Patienten nahmen die Oberärztin an der Kinder-Uniklinik, Dr. Anja Tröger, die stellvertretende Pflegeleiterin, Silke Löhner, Erzieher Kevin Greiner und Irmgard Scherübl, zweite Vorsitzende des VKKK, die Geschenke entgegen.

Bei der 28. Regenbogenfahrt, in diesem Jahr vom 15. bis zum 22. August, sammeln alle Teilnehmer bundesweit während der Tour-Woche auf der Sportlerplattform „Strava” Kilometer. Zum Abschluss werden diese addiert, um mit dem Ergebnis zu zeigen: “So wie wir, könnt Ihr es auch schaffen!„ Die ursprünglich geplante bayerische Tour soll nicht ersatzlos ausfallen, sondern wird im Sommer 2021 nachgeholt. Schon seit 1993 startet jeden Sommer eine Gruppe von rund 50 jungen Erwachsenen zu der einwöchigen Fahrt. Dabei legen sie jedes Jahr ungefähr 500 Kilometer zurück und sind bei Kliniken und Elternvereinen wie dem VKKK zu Gast.


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