28.08.2020, 20:04 Uhr

Meilenstein für eine neue Partnerschaft Spatenstich für die neue Rettungswache am Uniklinikum Regensburg

 Foto: Julia Eisenhut Foto: Julia Eisenhut

Seit über 20 Jahren betreiben die Johanniter und Malteser in Regensburg gemeinsam den Notarztdienst am Universitätsklinikum Regensburg. Nun stand ein weiterer gemeinsamer Meilenstein in dieser partnerschaftlichen Geschichte an: der Spatenstich für die neue Rettungswache Notarzteinsatzfahrzeug am Uniklinikum Regensburg.

Regensburg. Der Regionalvorstand der Johanniter, Martin Steinkirchner, und der Diözesangeschäftsführer der Malteser, Gregor Schaaf-Schuchardt, begrüßten die Gäste an der Stelle, an der schon im Frühjahr 2021 die neue Wache stehen soll.

Martin Steinkirchner bedankte sich ganz besonders bei der Landtagsabgeordneten Sylvia Stierstorfer und Stadträtin Bernadette Dechant, die sich unermüdlich für die Entstehung der Rettungswache eingesetzt hatten. Gregor Schaaf-Schuchardt freute sich, dass „die Zusammenarbeit jetzt auch baulich auf einem neuen Niveau ist“.

Martin Steinkirchner, der selbst schon Schichten im Notarztdienst mitfuhr, erzählte von den Anfängen der Zusammenarbeit am Uniklinikum. Im Jahr 1993 fing alles mit einem Tagdienst von 7 bis 19 Uhr an – eine Woche lang fuhren die Malteser und eine Woche die Johanniter. Doch schon bald wurde aus dem 12 Stunden Standort ein 24 Stunden Standort. Mit der Umstellung von zwei Notarztwagen (NAW) auf ein sogenanntes NEF – Notarzteinsatzfahrzeug (und ein Ersatzfahrzeug) – stand die notärztliche Versorgung in Regensburg 2014 vor dem Eintritt in eine neue Ära. Im neuen sogenannten „Rendezvous-System“ treffen die Notärzte separat am Einsatzort ein und können bei Bedarf wieder schnell zum nächsten Einsatz abgezogen werden. Ein NEF unterscheidet sich vom herkömmlichen NAW darin, dass dieses Fahrzeug mit einem geeigneten Fahrer, den Notarzt mit seinem erforderlichen medizintechnischen Gerät zur Einsatzstelle transportiert. Nach Versorgung des Notfallpatienten erfolgt dessen Transport in die Klinik im ohnehin parallel alarmierten Rettungswagen. Im Gegensatz zum NAW, der mit zwei Rettungsassistenten und dem Notarzt besetzt war, wird das NEF neben dem Notarzt mit einem geeigneten Fahrer besetzt. Dabei ist die medizingerätetechnische Ausstattung von NEF und NAW nahezu identisch. Der Notarzt wird vom jeweiligen Krankenhaus gestellt, der Rettungsdienstmitarbeiter kommt von den Hilfsorganisationen.

Auch Unterstützer aus der Politik feierten gemeinsam mit Johannitern und Maltesern den lang herbeigesehnten Spatenstich. „Eine gute Arbeitsumgebung, in der sich die Mitarbeiter wohlfühlen, trägt zu einer guten Arbeit bei“, so Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer in ihrem Grußwort. Ihr Dank galt den Hilfsorganisationen, auf die man sich in schwierigen Zeiten immer verlassen konnte, was auch die aktuelle Corona-Pandemie wieder zeige.

Tanja Schweiger war nicht nur in ihrer Rolle als Landrätin anwesend, sondern auch als Vorsitzende des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Regensburg. Auch sie freute sich auf die neue Rettungswache. „Die Johanniter und die Malteser sind schon lange ein bewährtes Team, das hervorragend zusammenarbeitet“, so Schweiger. Der Notarztdienst am Uniklinikum trage zur guten Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in der Region bei.

2008 bezog die DRF Luftrettung am Uniklinikum Regensburg ihre neuen Räumlichkeiten und so fanden die NEFs der Johanniter und Malteser ihren neuen Platz in der ehemaligen Unterkunft der Luftrettung. Die beiden Hilfsorganisationen freuen sich nun auf eine eigene Rettungswache und kommen der Realisierung durch den Spatenstich einen großen Schritt näher. Die neue Rettungswache wird alles beherbergen, was es in einer Rettungswache braucht: Eine Fahrzeughalle, Ruheräume, einen Aufenthaltsraum und ein Lager.


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