20.07.2020, 15:32 Uhr

Aufkleberaktion Assistenzhunde sind im Landratsamt Regensburg willkommen

Petra Haslbeck, Leiterin des Sachgebiets „Senioren und Inklusion“, Martin Schneider, Vorsitzender des „Vereins für helfende Hunde“, Moritz, der die Unterstützung durch einen Assistenzhund in Anspruch nimmt, Sandra Polan, 3. Vorsitzende des „Vereins für helfende Hunde“, mit Assistenzhund „Wutz“, Ronny Polan, 2. Vorsitzender des „Vereins für helfende Hunde“, und Landrätin Tanja Schweiger.  Foto: Petula Hermansky/LRAPetra Haslbeck, Leiterin des Sachgebiets „Senioren und Inklusion“, Martin Schneider, Vorsitzender des „Vereins für helfende Hunde“, Moritz, der die Unterstützung durch einen Assistenzhund in Anspruch nimmt, Sandra Polan, 3. Vorsitzende des „Vereins für helfende Hunde“, mit Assistenzhund „Wutz“, Ronny Polan, 2. Vorsitzender des „Vereins für helfende Hunde“, und Landrätin Tanja Schweiger. Foto: Petula Hermansky/LRA

Der Verein für helfende Hunde e. V. unterstützt Menschen, die aufgrund einer individuellen Beeinträchtigung die Hilfe eines ausgebildeten Assistenzhundes in Anspruch nehmen. Da diese treuen Begleiter – anders als zum Beispiel Blindenführerhunde – nicht auf den ersten Blick von „gewöhnlichen“ Hunden zu unterscheiden sind, bleibt ihnen und ihrem menschlichen Begleiter der Zugang zu Geschäften oder Behörden oftmals untersagt.

Landkreis Regensburg. Ein Aufkleber an der Eingangstür soll künftig deutlich sichtbar machen, dass im Landratsamt Regensburg diese Vierbeiner willkommen sind. Landrätin Tanja Schweiger brachte in Anwesenheit von Martin Schneider, Vorsitzender des „Vereins für helfende Hunde“, und Petra Haslbeck, Leiterin des Sachgebiets „Senioren und Inklusion“, den Aufkleber „Assistenzhunde willkommen“ an. Die Kampagne wird vom Landkreis und der Stadt Regensburg unterstützt.

„Mit dem Aufkleber wollen wir ein Zeichen setzen und visualisieren, dass Inklusion im Landratsamt Regensburg einen hohen Stellenwert einnimmt und gelebt wird“, so Landrätin Tanja Schweiger. Assistenzhunde helfen Menschen mit allen möglichen Formen der Beeinträchtigung: Neben Blindheit etwa bei Diabetes, Autismus, Gehörlosigkeit oder motorischen Beeinträchtigungen. Als stetiger Begleiter ermöglichen sie dem Betroffenen ein unabhängigeres Leben. Da aber oft nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, dass der Hundeführer auf sein Tier angewiesen ist, kommt es immer wieder zu Diskussionen und Unsicherheiten auf beiden Seiten beim Betreten von Gebäuden. Der Aufkleber mit der Aufschrift „Assistenzhunde willkommen“ am Eingang soll diese Unsicherheit beenden. Ziel ist es, dass sich möglichst viele Firmen, Geschäfte und Institutionen an der Kampagne beteiligen. So soll mehr Akzeptanz in der Gesellschaft sowie mehr Barrierefreiheit und Transparenz für Assistenzhundebesitzer geschaffen werden.

Verein für helfende Hunde e. V.: Im August 2019 gegründet, will der Verein das Leben von Menschen mit Assistenzhund erleichtern, indem er möglichst flächendeckende Zutrittserleichterungen bewirkt. Der Verein unterstützt im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten hilfebedürftige Menschen bei der Finanzierung der Ausbildung ihres Assistenzhundes und steht als Ansprechpartner und Vermittler zu professionellen Ausbildungseinrichtungen unentgeltlich zur Verfügung. Alle Mitglieder gehen den Tätigkeiten ehrenamtlich nach. Der Verein für helfende Hunde e. V. ist als gemeinnützig anerkannt und arbeitet nicht gewinnorientiert. Er verkauft weder Hunde, noch bildet er diese aus. Aber er vermittelt, begleitet und überwacht in ehrenamtlicher Tätigkeit diese Ausbildungen.

Aktionsplan Inklusion und Demographie: Der Landkreis Regensburg hat im September 2016 den Aktionsplan Inklusion und Demographie auf den Weg gebracht. Darin enthalten sind Maßnahmen, die auch in Zusammenarbeit mit den Gemeinden durch das Sachgebiet Senioren und Inklusion umgesetzt werden. Ziel ist es, den Landkreis für alle Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zu einem lebens- und liebenswerten Ort zu machen, an dem jeder seine Lebensqualität verwirklichen kann.


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