20.06.2020, 21:07 Uhr

Folgen der Pandemie Kundenservice in Corona-Zeit – Sylvia Stierstorfer besucht Regensburger Gesundheitskasse

Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer und AOK-Direktor Richard Deml besichtigen das Servicecenter. Foto: Dieter Reisinger, AOK RegensburgLandtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer und AOK-Direktor Richard Deml besichtigen das Servicecenter. Foto: Dieter Reisinger, AOK Regensburg

Zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie bei der AOK in Regensburg informierte sich die Abgeordnete Sylvia Stierstorfer. Auf Einladung von AOK-Direktor Richard Deml machte sich das Mitglied des Landtags ein persönliches Bild von der Beratungssituation vor Ort. „Denn gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, dass die Menschen Antworten auf ihre gesundheitlichen Fragen bekommen“, sagte sie.

Regensburg. Deml schilderte der Abgeordneten, dass die AOK in der Pandemie sehr stark gefordert sei. Die Entscheidung zu Beginn der Corona-Zeit, die persönliche Beratung einzustellen und das Haus zu schließen, habe man sich nicht leicht gemacht. Die AOK kenne ihre Aufgabe im deutschen Gesundheitssystem. Sie nehme aber auch die Verantwortung als Arbeitgeber für die rund 200 Mitarbeiter am Standort Regensburg sehr ernst. „Dabei haben wir uns immer an den Leitlinien des Robert-Koch-Institutes orientiert“, sagte er. Nach Schließung der Direktion wurden sofort die telefonische Erreichbarkeit und die Mail-Kanäle verstärkt. Die AOK Bayern habe zentral und vor Ort jeweils eigene Krisenteams installiert. „Wir haben uns zum Teil mehrmals täglich ausgetauscht, um uns an die jeweils aktuellen Entwicklungen anzupassen.“

Seit Ende April ist die persönliche Beratung wieder möglich. Man habe ein Hygienekonzept entwickelt, das Mitarbeiter und Kunden bestmöglich schützen soll. „Die Vorkehrungen werden von allen Seiten sehr gut angenommen“, lobt Deml.

Als Teil des Gesundheitssystems sei die AOK aber auch von der aktuellen Gesetzeslage und der Rezession gefordert. Deml zählte der Politikerin eine Vielzahl an Neuregelungen im Gesundheitsbereich auf. „In dieser Ausprägung stellt uns das vor enorme Herausforderungen“, sagte er. „Die Corona-Pandemie ist mit noch nicht bezifferbaren Mehrausgaben und mit Einnahmerückgängen verbunden.“ Bisher sind die Nettoeffekte völlig unklar. Stabile Krankenkassenbeiträge wird es nur mit zusätzlichen Bundesmitteln für den Gesundheitsfond geben können, so Deml.

Die Abgeordnete zeigte Verständnis für die besondere Herausforderung. Sie hob bei ihrem Besuch vor allem das entschlossene und schnelle Handeln der AOK zum Wohle der Versicherten, der Betriebe und der Mitarbeiter hervor. Denn wenn es darum geht, den Bürgern vor Ort in einer belastenden Zeit Sicherheit zu vermitteln, dann sei die Gesundheitskasse dafür eine wichtige Anlaufstelle. Für die kommende Zeit vereinbarten die beiden Gesprächspartner einen weiteren Austausch.


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