27.05.2020, 16:43 Uhr

Innovation aus Regensburg Der „Emil“ fährt mit unsichtbarem Corona-Schutz

 Foto: R-Tech GmbH, Maria Hirschberger Foto: R-Tech GmbH, Maria Hirschberger

Das Regensburger Unternehmen Dyphox hat Flächen in den Elektrobussen von das Stadtwerk.Regensburg, die mit den Händen berührt werden, mit einem eigens entwickelten Desinfektionsmittel gegen Bakterien und Viren beschichtet.

Regensburg. Die spezielle Lackierung schützt Fahrgäste und Fahrer auch vor dem aktuellen Coronavirus. Ursprünglich für den Einsatz in Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen entwickelt will Dyphox den gleichnamigen Speziallack nun auch in weiteren öffentlichen Bereichen zum Einsatz bringen.

„Mit diesem Projekt konnten die elektrischen Busse wieder einmal als Plattform für innovative Technologien von Regensburger Unternehmen genutzt werden“, freut sich Uwe Pfeil, Clustermanager des E-Mobilitätsclusters Regensburg. das Stadtwerk.Regensburg stellt einen der fünf „Emil“-Busse als Innovationsplattform für Mitgliedsfirmen des Elektromobilitätsclusters bereit. Gerade für den öffentlichen Nahverkehr trage diese Technologie zu einem hohen Schutz vor der Übertragung des Coronavirus bei. Ein weiteres Einsatzfeld sieht Pfeil zum Beispiel auch beim Carsharing.

Für Xaver Auer, Geschäftsführer von Dyphox, ist der Einsatz seines Desinfektionsmittels im öffentlichen Nahverkehr ein erfreulicher und logischer Schritt: „Diese intensive Forschung und Testung in den , Emil‘-Bussen kann uns nun helfen, Dyphox auch global in weiteren öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch in Flugzeugen oder in der Gastronomie einzusetzen. Dyphox wurde schon in einer unabhängigen Feldstudie in Regensburger Krankenhäusern sehr erfolgreich getestet. Nach unserem Wissensstand ist Dyphox damit die einzige im realen Einsatz erfolgreich getestete antimikrobielle Oberflächenbeschichtung am Markt.“ Das Mittel enthalte einen Photokatalysator, der die Energie von Licht auf Sauerstoff überträgt. Dieser aktivierte Sauerstoff zerstört die umgebenden Mikroorganismen und ist laut Auer für Mensch und Umwelt völlig unbedenklich.

Der Speziallack Dyphox ist eine Produktreihe des gleichnamigen Unternehmens mit Sitz in Regensburg und stammt ursprünglich aus der Krebstherapie. Die weitere Forschung ermöglicht nun den Einsatz gegen krankmachende Keime und kann als Additiv unter anderem in Lacke, Silikone und Flüssigkeiten beigemischt werden und ist als Sprüh- und Wischlösung für eine nachträgliche Beschichtung von Oberflächen erhältlich. Auch die Firma R-Tech GmbH, die das E-Mobilitätscluster Regensburg managt, hat sämtliche öffentliche Flächen wie Handläufe, Türklinken und gemeinsam genutzte Oberflächen im Gründer- und Innovationszentrum TechBase mit Dyphox beschichten lassen.


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