20.04.2020, 08:40 Uhr

Medizin „Christoph Regensburg“ – die Retter aus der Luft haben jetzt ein „EpiShuttle“ an Bord

 Foto: DRF Luftrettung Foto: DRF Luftrettung

„Christoph Regensburg“ wird als weiterer Hubschrauber der DRF Luftrettung mit einem so genannten „EpiShuttle“, einer speziellen Isolationstrage, ausgestattet.

Regensburg. Die DRF Luftrettung investiert weiter in den Schutz ihrer Patienten und Crews: Nach dem zusätzlich zur Verfügung gestellten Intensivtransporthubschrauber „Civil Air Ambulance“ sowie „Christoph 51“ in Stuttgart wird als dritter Hubschrauber der DRF Luftrettung „Christoph Regensburg“ mit einer speziellen Isoliertrage, einem sogenannten „EpiShuttle“, ausgestattet. Weitere acht Stationen sollen zeitnah folgen.

Durch den Einsatz der Trage sind die Regensburger Luftretter nicht nur optimal geschützt, sondern sparen auch wertvolle Zeit, da die besonders aufwändige Desinfektion des Hubschraubers nach Einsätzen mit Corona-Infizierten so nicht notwendig ist. „Aufgrund der Lage der Station im ostbayerischen Raum und der dortigen steigenden Nachfrage für Verlegungsflüge von COVID-19-Patienten, lag die Ausstattung von ,Christoph Regensburg‘ mit einem der weiteren verfügbaren ,EpiShuttles‘ mehr als nahe”, erläutert Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung. Das innovative „EpiShuttle“ erlaubt es, Patienten wie in einer Isolierstation zu transportieren: Die Person liegt unter einer durchsichtigen Abdeckung, kann über luftdichte Zugänge an ein Intensivbeatmungsgerät angeschlossen sowie zeitgleich überwacht und behandelt werden.

Prof. Dr. Bernhard Graf, Direktor der Klinik für Anästhesiologie sowie stellv. Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Regensburg, unterstreicht: „Da wir häufig Patienten in einem sehr kritischen Zustand von anderen Intensivstationen übernehmen, die aufgrund des schwierigen Verlaufes eine Ausweitung der Intensivtherapie unter anderem in Form einer ECMO-Therapie benötigen, ist ein rascher und schonungsvoller Transport diese Patienten nötig. Insofern kommt das ‚EpiShuttle‘ gerade zur richtigen Zeit.“

Die Luftrettungsstation Regensburg

Die Station wurde am 1. September 1994 gegründet, seit 2015 startet ein hochmoderner Hubschrauber des Typs H 145 als „Christoph Regensburg“. Bereits seit 2011 setzen die Piloten bei ihren nächtlichen Flügen Nachtsichtbrillen ein. „Christoph Regensburg“ ist rund um die Uhr einsatzbereit und mit einem Piloten (nachts zwei), einem Notarzt sowie einem Notfallsanitäter besetzt. Die Regensburger Luftretter führen regelmäßig hochanspruchsvolle medizinische Spezialtransporte durch, beispielsweise mit dem Inkubator („Brutkasten“) für kritisch kranke Neugeborene oder mit der mobilen Herz-Lungen-Maschine.


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