06.04.2020, 22:11 Uhr

Ausgangsbeschränkung Weniger einsam mit dem Telefonbesuchsdienst der Malteser

 Foto: Bilddatenbank Malteser Foto: Bilddatenbank Malteser

In der Corona-Krise setzen die Malteser vermehrt auf ihren Telefonbesuchsdienst. „In der jetzigen Situation hilft der telefonische Besuchsdienst, um isolierte Menschen zu erreichen“, erklärt Daniela Schwarz, Referentin Soziales Ehrenamt bei den Maltesern.

Regensburg. Alle Menschen, die sich einsam fühlen, können sich telefonisch bei den Maltesern melden. „Menschen, die allein und hilfsbedürftig sind, macht die aktuelle Situation häufig große Angst. Ihnen möchten wir als Malteser die Sicherheit geben, nicht allein zu sein“, sagt Schwarz. Nähe zu anderen Menschen kann auch die vertraute Stimme am Telefon sein. Im Telefonbesuchsdienst können Menschen, die reden wollen, die Nummer der Malteser wählen und sich zum regelmäßigen Gespräch ausschließlich am Telefon verabreden. „Unsere Ehrenamtlichen hören aufmerksam zu und lassen den anderen von seinen Ängsten erzählen. Gerade in einer Ausnahmesituation wie dieser, kann das sehr beruhigend sein“, so Schwarz.

Dem Angebot kommt in der Krisensituation eine besondere Bedeutung zu. „Die Corona-Krise offenbart die Einsamkeit der Menschen einmal mehr“, so Barbara Breu, die den Telefonbesuchsdienst koordiniert. Alte und schwache Menschen sind von der Isolation durch Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus in besonderem Maße betroffen. Zwar gebe es zurzeit viel Solidarität unter den Regensburgern in Stadt und Landkreis, sich gegenseitig zu helfen. „Doch bei Menschen, die schon vorher einsam waren, kommt diese Hilfe gar nicht erst an.“

Wer sich über einen Anruf der Malteser freuen würde, kann sich telefonisch unter der Nummer 0941/ 58515-54 melden.


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