31.03.2020, 12:52 Uhr

Coronavirus „Der Landkreis Regensburg ist auch in der Krise gut aufgestellt“

 Foto: Ursula Hildebrand Foto: Ursula Hildebrand

„Die Arbeit im Haus läuft gut und alle sind eingebunden“, so die Feststellung von Landrätin Tanja Schweiger in einem Pressegespräch in kleiner Runde zur derzeitigen Situation der Corona-Pandemie im Landkreis Regensburg.

Landkreis Regensburg. Dabei legte sie die bisher getroffenen und weiter geplanten Maßnahmen dar, die der Landkreis zur Eindämmung des Infektionsgeschehens in den verschiedenen Aufgaben- und Zuständigkeitsbereichen ergriffen hat. Darüber hinaus zeigte die Behörden-Chefin auf, welche Regelungen für den Dienstbetrieb des Landratsamtes selbst bisher getroffen wurden und wie das Amt umorganisiert wird zur Bewältigung der neuen Herausforderung. Tanja Schweiger: „Wir arbeiten derzeit auf Sicht, Tag für Tag.“

Seit einer Woche ist der persönliche Parteienverkehr in der Landkreisbehörde stark reduziert und, da wo er unumgänglich ist, nur mehr nach individueller Terminvereinbarung möglich. Zur Abwicklung der Dienstgeschäfte werden verstärkt Telefon und Mail genutzt. Im Amt wurde die Rahmenarbeitszeit ausgeweitet, so dass sich die Sachgebiete flexibler aufstellen können, zum Beispiel für einen „Schicht-Betrieb“. Eine ganze Reihe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nutzt auch die Möglichkeit zum Home Office, da wo dies durchführbar ist. „Man wird sicher nach der Corona-Krise ein Fazit machen müssen, welche Maßnahmen haben sich bewährt und welche nicht“, sagte Schweiger auf entsprechende Nachfrage.

Daneben laufe das Katastrophenschutzmanagement und die Arbeit im Gesundheitsamt auf Hochbetrieb. Das Personal aus Themenbereichen, die derzeit eher ruhen, unterstützt die Corona-Betreuung, so die Landrätin. Sie unterstrich bei dem Pressegespräch den engen Telefonkontakt, den das Gesundheitsamt zu den Covid-19-Patienten in häuslicher Quarantäne hält. An der Telefon-Hotline am Landratsamt beantworten zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter grundsätzliche Fragen und kanalisieren die Anrufe, je nachdem, ob es sich um ein Anliegen der Gesundheitsfürsorge, der Wirtschaft oder anderes handelt. Das Anrufaufkommen habe sich derzeit bei circa 300 am Tag eingependelt, nachdem es zu Beginn der Krise noch bei bis zu 2.000 gelegen habe. Unterstützung bekommt der Landkreis künftig auch durch Personal der Stadt Regensburg und weitere Behörden des Freistaats.

Die neue Legislaturperiode beginne nach wie vor zum 1. Mai 2020, stellte die Landrätin klar. Laut Gemeindeverordnung sei regulär bis Ende Mai Zeit, die neuen Kreisräte zu vereidigen. Derzeit steht eine Fristverlängerung durch das Innenministerium im Raum. Möglicherweise werde die Konstituierung auch in einen größeren Raum verlegt, der das Einhalten der Abstandsregeln ermöglicht. Dass zuletzt einige Sitzungen von Kreisgremien abgesagt werden mussten, – unter anderem sollte der Kreistag am 2. April den Haushalt für das laufende Jahr verabschieden – „behindert uns nicht in der praktischen Arbeit. Für unsere wichtigsten Projekte haben wir alle Einzelentscheidungen im Kreistag bereits getroffen“, so die Erklärung der Landrätin. Straßenbauprojekte etwa hätten ohnehin eine lange Laufzeit, vieles lasse sich auch aufschieben oder in kleiner Runde mit den Vertretern der Fraktionen regeln. Schweiger versichert: „Es können alle notwendigen Entscheidungen getroffen werden.“

Alle Informationen rund um das Thema Corona sind auch auf der Themenseite des Landkreises unter www.landkreis-regensburg.de/corona/ abrufbar.


0 Kommentare