20.03.2020, 17:40 Uhr

Corona-Abstrichentnahme Mobile Stationen haben in Bayern den Betrieb aufgenommen

 Foto: Andrey Popov/123rf.com Foto: Andrey Popov/123rf.com

Seit Anfang dieser Woche, 16. März, wird der Hausbesuchsdienst für die Abstrichentnahme auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus durch mobile Stationen, sogenannte „Drive-Through“-Lösungen, ergänzt. Das teilte die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) am Freitag, 20. März, in München mit.

München. Die mobilen Stationen werden in zahlreichen bayerischen Städten Halt machen, so aktuell beispielsweise in Nürnberg, Passau und Deggendorf. In Abstimmung mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium, dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie den regionalen Gesundheitsämtern werden die Orte festgelegt, an denen die mobilen Stationen zum Einsatz kommen. Die Abstrichentnahme erfolgt ausschließlich bei Patienten mit entsprechender Symptomatik, die vorher entweder über die Rufnummer 116117 oder über das jeweilige Gesundheitsamt einen Termin erhalten haben. Ohne vorherige Terminvereinbarung und eine Bestätigung ist die Abstrichentnahme nicht möglich. Um zu verhindern, dass Personen ohne Termin erscheinen, werden Ort und Zeit, an denen die mobilen Stationen Halt machen, im Vorfeld nicht kommuniziert.

Dazu sagte der Vorstand der KVB – Dr. Wolfgang Krombholz, Dr. Pedro Schmelz und Dr. Claudia Ritter-Rupp: „Mit den mobilen Stationen ergänzen wir das Spektrum der Testmöglichkeiten auf das Coronavirus in sinnvoller Weise. Wir werden den Hausbesuchsdienst ebenfalls aufrecht erhalten, wobei dieser sich vor allem um die immobilen Patienten, bei denen gegebenenfalls eine entsprechende Diagnostik notwendig ist, kümmern wird. Generell muss unser Fokus darauf liegen, vor allem den Patienten mit gravierenderen Symptomen zur Seite zu stehen. Hier ist die Solidarität aller Menschen gefordert. Dazu gehört auch unser Appell, die Rufnummer 116117 nicht mit reinen Informationsanfragen zu beschäftigen, sondern diese ausschließlich für Fälle im Bereitschaftsdienst oder bei einem ganz konkreten Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion zu kontaktieren.“

Nach wie vor ist ein extrem hohes Anrufaufkommen unter der Rufnummer 116117 zu verzeichnen. Täglich werden zwischen 7.000 und 8.000 Anrufen bearbeitet und im Schnitt 1.500 Abstrichentnahmen veranlasst. Dazu sind in den Vermittlungs- und Beratungszentralen der KVB und der Tochterfirma Gedikom GmbH inzwischen knapp 500 Disponenten und Beratungsärzte rund um die Uhr im Einsatz.


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