18.03.2020, 08:53 Uhr

Krisenstäbe tagen Alles ist auch in Regensburg etwas langsamer – das Leben in Zeiten des Coronavirus


Das Leben verlangsamt sich aktuell mit jedem Tag. Neue Maßnahmen treten in Kraft, vielen Menschen gehen ins Home Office, falls möglich. Die Straßen werden leerer, in Regensburg scheint es kein Verkehrschaos mehr zu geben. Schuld an dieser Situation ist das Coronavirus!

Regensburg. In Stadt und Landkreis Regensburg laufen die Drähte heiß. Jede Menge muss erledigt werden. „Wir sind da stark engagiert“, sagt Landrätin Tanja Schweiger im Wochenblatt-Gespräch. Sie ist besonders nahe dran, denn das Gesundheitsamt am Landratsamt ist auch für das Stadtgebiet zuständig. Auch das Jugendamt ist beschäftigt, hier muss man sich um die Betreuung in den Kindergärten kümmern. Und letztlich geht es auch darum, die Allgemeinverfügungen zu erlassen. So sind – Stand Dienstag, 12 Uhr – sowohl in der Stadt als auch im Landkreis Veranstaltungen ab 500 Personen untersagt. Alle Schulen und auch die Kinderbetreuungseinrichtungen sind geschlossen, nur für bestimmte Berufszweige gibt es Notgruppen. Am Von-Müller-Gymnasium gibt es für die Jahrgangsstufen 5 und 6 ebenfalls ein Betreuungsangebot, „um in Bereichen der kritischen Infrastruktur die Arbeitsfähigkeit der Erziehungsberechtigten, die sich andernfalls um die Betreuung ihrer Kinder kümmern müssten, aufrecht zu erhalten. Zu den Bereichen der kritischen Infrastruktur zählen insbesondere die Gesundheitsversorgung, die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz) und die Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung)“, so die Stadt.

Derzeit sind in der Stadt zehn bestätigte Corona-Fälle bekannt, im Landkreis sind es 14. Stadt und Landkreis informieren auf den jeweiligen Homepages über den aktuellen Stand. Und der ändert sich mittlerweile fast stündlich, sagt Landrätin Tanja Schweiger.Doch sie sagt auch: „Keine Panik, wir haben die Lage im Griff!“ Das bestätigt auch Regensburgs Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer.

Der Bezirk Oberpfalz informiert derweil, wie die Lage an der deutsch-tschechischen Grenze ist: „Nach Verkündigung des Corona-Notstands in der Tschechischen Republik können die am Freitag vom Tschechischen Innenministerium bekanntgegebenen Grenzübergänge (Schirnding, Waidhaus Autobahn, Furth im Wald, Bayerisch Eisenstein und Philippsreut ganztägig sowie Eschlkam als reiner Pendlerübergang von 5 bis 23 Uhr) von Berufspendlern beiderseits der Grenze mit einem Arbeitsplatz in einem Radius von 100 Kilometern (ab der Grenze) genutzt werden“, so der Bezirk. Wichtig dabei: Ohne Bestätigung des jeweiligen tschechischen oder deutschen Arbeitgebers bzw. Arbeitsvertrag und ein Ausweisdokument geht gar nichts. Die tschechische Polizei kann im Verdachtsfall von Corona die Einreise verweigern und bei tschechischen Staatsbürgern eine zweiwöchige Quarantäne anordnen. Bezirkstagspräsident Franz Löffler bittet, „die Regelungen zu beachten und von Grenzübertritten außerhalb der festgelegten Übergangsstellen abzusehen, um Komplikationen mit den tschechischen Behörden zu vermeiden“. Alle Informationen rund um das Virus und die Maßnahmen in der Region gibt es auch im Internet unter www.regensburg.de. und www.landkreis-regensburg.de!


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