17.03.2020, 12:18 Uhr

Coronavirus Besuche am Uniklinikum Regensburg stark eingeschränkt

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Auf Anordnung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege beschränkt das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) die Anzahl der Besucher auf eine Person pro Patient und Tag. In Erwartung steigender Covid-19-Erkrankungen wird zudem gebeten, nur in dringenden Notfällen die Ambulanzen der Kliniken aufzusuchen.

Regensburg. Zum Schutz der Patienten, der Besucher und der Mitarbeiter gelten am UKR neue Besuchsregeln. Ab sofort darf jeder Patient nur noch einen Besucher pro Tag für maximal eine Stunde empfangen. Damit setzt das UKR die Anordnung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege um. Ziel ist es, Patienten, Mitarbeiter und Besucher bestmöglich zu schützen und somit die Ansteckungswelle zu verlangsamen. Ausnahmen, etwa beim Besuch von Kindern oder im Notfall sind möglich, müssen jedoch mit dem Klinikpersonal abgestimmt werden. Außerdem dürfen Personen, die in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet waren oder direkt Kontakt mit einem bestätigten Covid-19-Fall hatten, das UKR nicht betreten.

Einschränkungen in den ambulanten und stationären Bereichen des UKR

Im Zuge der weiteren zu erwartenden Corona-Erkrankungen haben die Zahnmedizinischen Kliniken des UKR – Kieferorthopäde, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Zahnärztliche Prothetik sowie Zahnerhaltung und Parodontologie – ihre Patientenversorgung stark eingeschränkt. Für die Versorgung von zahnmedizinischen Notfällen wurde jedoch ein Notdienst eingerichtet. Auch in anderen Bereichen am UKR kann es infolge eines zu erwartenden höheren Bedarfes an Betten-Kapazitäten für weitere Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung sowie infolge der Schulschließungen zu personellen und Leistungseinschränkungen kommen. Trotz alledem wird die Notfallversorgung am UKR jederzeit aufrechterhalten. Das UKR bittet um Verständnis dafür.

Darüber hinaus bittet das UKR zu entschuldigen, dass es wegen des erhöhten Aufkommens an telefonischen Nachfragen zu längeren Wartezeiten in der telefonischen Erreichbarkeit kommen kann.

Informationen zu Coronavirus-Tests

Das UKR hat vor kurzem im Außenbereich seiner Notaufnahme eine Beratungsstelle für konkrete Verdachtsfälle mit COVID-19-Erkrankungen eingerichtet. Hier werden Patienten, bei denen der begründete Verdacht besteht, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, beraten und untersucht. Getestet werden ausschließlich Personen mit typischen Krankheitssymptomen wie Husten, Schnupfen und Fieber, die direkten Kontakt mit einem bestätigten Covid-19-Fall hatten und/oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Das heißt: Personen, die in einem Risikogebiet waren, aber keine Krankheitssymptome aufweisen, werden ebenso wenig getestet wie Personen, die nur Krankheitssymptome aufweisen, nicht aber aus einem Risikogebiet kommen und auch keinen Kontakt zu einer bestätigt infizierten Person hatten.


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