27.12.2019, 08:00 Uhr

Feuerwerkskörper mit CE-Zertifizierung Sicherheitstipps, damit das neue Jahr nicht im Krankenhaus beginnt

(Foto: firewings/123RF)(Foto: firewings/123RF)

Manche Menschen lieben es, manche Menschen hassen es: das Feuerwerk zu Silvester. Mit bunten Lichtern erhellt es den dunklen Himmel mitten in der Nacht, mit lauten Knallern schreckt es Tiere und die Feinstaubwolken verschmutzen die Atmosphäre. Zugegeben, das private Silvesterfeuerwerk ist ein zweischneidiges Schwert. Wer trotz aller Argumente gegen die Böllerei nicht auf die liebgewonnene Tradition verzichten will, der sollte zumindest einige Sicherheitshinweise beachten, damit das neue Jahr nicht im Krankenhaus beginnt.

REGENSBURG Zoll und Polizei warnen seit Tagen davor: Finger weg von Billigböllern aus dem Ausland. Die oft illegal aus Osteuropa eingeführten Feuerwerkskörper entsprechen häufig nicht den deutschen Sicherheitsstandards. Niemand kann daher genau sagen, ob die Art und Menge des verwendeten Schwarzpulvers sowie die Qualität der Zünder von irgendeiner Stelle geprüft wurden. Die Kracher könnten im schlimmsten Fall eine stärkere Explosion als erwartet haben, zu spät auslösen oder Feuer fangen. Erhebliche Verletzungen können die Folge sein. Daher gilt, nur Feuerwerksartikel mit der bekannten CE-Zertifizierung zu kaufen, die durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung zugelassen wurden.

Das heißt dementsprechend – auch wenn der Geldbeutel leidet – die Feuerwerksartikel in deutschen Geschäften zu kaufen. Von 28. bis 31. Dezember haben Raketen-Fans dazu wieder die Möglichkeit. Allerdings nur die Erwachsenen, denn an Minderjährige dürfen pyrotechnische Gegenstände der Klasse II, also die klassischen Raketen, Fontänen, Böller und Co., nicht ausgegeben werden. Jugendliche ab zwölf Jahren müssen sich mit Kleinstfeuerwerken, also Wunderkerzen oder Knallerbsen zufriedengeben.

Von der Rechtslage abgesehen, gehören Raketen und Böller grundsätzlich nicht in die Hände von Kindern. Die Kleinen sollten unbedingt einen guten Sicherheitsabstand haben, wenn Familienangehörige die Knaller zünden. An dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, Haustiere nicht nach draußen zu lassen, sondern möglichst schon am Vormittag an einem sicheren und für sie gewohnten Platz einzusperren, damit Verletzungen oder eine Flucht in Panik ausgeschlossen werden.

Nicht nur der Abstand ist wichtig, sondern auch das Durchlesen der Gebrauchsanweisung. Ist klar, wie der „pyrotechnische Gegenstand“ zu zünden ist, so sollte eine geeignete freie Stelle aufgesucht werden, denn das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in einer Menschenmenge kann lebensgefährlich sein. Selbstverständlich sollte für jeden Böllerfreund auch sein, dass Knaller nicht in die Richtung von Personen, Tieren, Häusern oder Fahrzeugen geworfen werden. In der Nähe von manchen Orten ist das private Feuerwerk sogar grundsätzlich verboten. Das gilt für Kirchen, Krankenhäuser, Kinder- und Altenheime sowie für historische Bauwerke wie zum Beispiel die Walhalla in Donaustauf.

Wenn der gezündete Silvesterkracher versagt, so sollte man sich dem „Blindgänger“ erst einmal nicht nähern. Ihn erneut anzuzünden, kann lebensgefährlich werden. Nach einer Wartezeit übergießt man den Blindgänger mit ausreichend Wasser, bevor man ihn entsorgt. Daher ist es ratsam, einen Eimer Wasser oder einen Feuerlöscher in der Nähe zu haben, denn es können auch schnell einmal die Einrichtung oder ein Kleidungsstück Feuer fangen.


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