03.12.2019, 17:13 Uhr

Medizin Neue Spitze für Neurochirurgie am UKR – Mann der ersten Stunde geht in den wohlverdienten Ruhestand

Vorgänger und Nachfolger: Professor Alexander Brawanski verabschiedet sich in den Ruhestand. Professor Nils Ole Schmidt (links) übernimmt. (Foto: UKR/Domenica Golka)Vorgänger und Nachfolger: Professor Alexander Brawanski verabschiedet sich in den Ruhestand. Professor Nils Ole Schmidt (links) übernimmt. (Foto: UKR/Domenica Golka)

Universität und Universitätsklinikum Regensburg (UKR) haben mit Professor Dr. Nils Ole Schmidt einen neuen Lehrstuhlinhaber und Klinikdirektor für Neurochirurgie. Professor Schmidt trat zum 1. Dezember die Nachfolge von Professor Dr. Alexander Brawanski an und war zuletzt am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf tätig.

REGENSBURG Mit Professor Dr. Alexander Brawanski verlässt ein Mann der ersten Stunde das UKR in den wohlverdienten Ruhestand. Seit 28 Jahren war er als Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie und Lehrstuhlinhaber für Neurochirurgie an der Universität Regensburg (UR) beschäftigt. Mit Professor Dr. Nils Ole Schmidt steht sein Nachfolger schon parat und leitet ab sofort die neurochirurgischen Geschicke von Klinikum und Universität. Professor Schmidt wurde dafür vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) in die Oberpfalz berufen.

Der gebürtige Flensburger studierte von 1993 bis ins Jahr 2000 Humanmedizin an der Universität Hamburg. Nach Studienaufenthalten in Bern, Johannesburg, Chicago und Edinburgh, war er zwei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Brigham and Women’s Hospital (Harvard Medical School) in Boston tätig. Im Anschluss daran kam Professor Schmidt ans Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Dort absolvierte er eine Weiterbildung zum Facharzt für Neurochirurgie und war seit 2011, zuerst als Oberarzt und später als Oberarzt in leitender Funktion, in der Klinik für Neurochirurgie beschäftigt. Nun folgt also mit dem Wechsel aus Hamburg nach Regensburg der nächste Schritt. Seine klinischen Schwerpunkte liegen in der operativen Versorgung komplexer neurovaskulärer Erkrankungen wie etwa Hirnaneurysmen und tumorähnlichen Gefäßneubildungen, sogenannten Angiomen. Darüber hinaus ist Professor Schmidt auf die Behandlung von Tumoren im Gehirn, am Rückenmark und der Schädelbasis spezialisiert. Zudem legt er großen Wert auf das interdisziplinäre Zusammenspiel und die Kombination verschiedener Behandlungsansätze im Bereich der Wirbelsäulenerkrankungen.

„Mit Professor Nils Ole Schmidt bekommen wir einen absoluten Fachmann auf dem Gebiet der Neurochirurgie. Wir sind daher sehr froh, dass er dem Ruf nach Regensburg gefolgt ist. Ich bin mir sicher, dass seine medizinische und wissenschaftliche Expertise unser Klinikum und auch die Studierenden nachhaltig bereichern wird“, so Professor Dr. Oliver Kölbl, Ärztlicher Direktor des UKR. „Ich freue mich, die medizinische Spitzenversorgung an der renommierten Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie von Professor Brawanski zu übernehmen, fortführen und ausbauen zu dürfen und möchte natürlich auch meine persönliche Note einfließen lassen“, erklärt Professor Schmidt zu seinem Dienstbeginn.

Entwicklung und Integration neuester Technik in der Patientenbehandlung

Für seine Arbeit am UKR hat Professor Schmidt auch schon genaue Vorstellungen: „Mir ist es wichtig, dass wir uns stetig weiterentwickeln. Dazu gehört auch, sich mit den neuesten technischen Möglichkeiten und der neuesten Technik auseinanderzusetzen und diese zu nutzen.“ Gerade bei komplexen Gehirn- und Rückenmarkserkrankungen sei es wichtig, den Patienten eine möglichst schonende und effektive Behandlung zu ermöglichen. Um das zu realisieren, möchte der Mediziner die aktuellen Entwicklungen der Grundlagenforschung aufgreifen und in den klinischen Alltag integrieren. Robotik, modernste Bildgebung inklusive Virtual Reality-Techniken sowie stammzellbasierte Technologien sind nur einige der hochaktuellen und vielversprechenden Themen in der modernen Neurochirurgie, denen er sich widmet.

Für sein Team und an seine Patienten hat Professor Schmidt auch eine klare Botschaft im Gepäck: „Menschlichkeit in der Behandlung unserer Patienten und im Umgang untereinander sind unser größtes Faustpfand. Das dürfen wir trotz Leistungs- und Kostendruck niemals aus den Augen verlieren. Denn am Ende des Tages geht es immer darum, Menschen zu helfen.“


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