11.10.2019, 22:44 Uhr

Praxis- und Theorieteil für 27 Studentinnen OTH Regensburg begrüßt erste Studierende im Studiengang Hebammenkunde

Akteure rund um den ersten Studiengang für Hebammenkunde an der OTH Regensburg und somit der ersten Ausbildungsmöglichkeit für Hebammen in der Oberpfalz. Im Gespräch mit den ersten Hebammenkunde-Studentinnen an der OTH Regensburg. (Foto: Hilde Wagner/OTH Regensburg)Akteure rund um den ersten Studiengang für Hebammenkunde an der OTH Regensburg und somit der ersten Ausbildungsmöglichkeit für Hebammen in der Oberpfalz. Im Gespräch mit den ersten Hebammenkunde-Studentinnen an der OTH Regensburg. (Foto: Hilde Wagner/OTH Regensburg)

Mit großer Freude begrüßte Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, zusammen mit Unterstützern aus der Region am 9. Oktober die ersten Studentinnen der Hebammenkunde an der OTH Regensburg – und somit die ersten Bayerns.

REGENSBURG In einer Gesprächsrunde im Hörsaal P036 am Standort in der Prüfeninger Straße gab Präsident Prof. Dr. Baier den Studentinnen kurz nach dem Semesterbeginn am 1. Oktober einen Einblick in die Entstehung der akademischen Hebammenausbildung in der Oberpfalz. „Dieser Studiengang war keine einfache Geburt“, wies Prof. Dr. Baier auf die Herausforderungen hin, die bei der Realisierung des Studiengangs zu bewältigen waren. „Mit viel Engagement begannen wir vor vier Jahren an der Entwicklung eines Studiengangs Hebammenkunde zu arbeiten“, beschrieb auch Prof. Dr. Klaudia Winkler, Vizepräsidentin der OTH Regensburg, den Entstehungsprozess. Prof. Dr. Winkler nutzte den Anlass, um sich bei allen Akteuren und Wegbegleitern, für die Unterstützung zu bedanken. Dabei dankte sie insbesondere Landrätin Tanja Schweiger aus dem Landkreis Regensburg und Franz Löffler, Bezirkstagspräsident und Landrat des Landkreises Cham, die erheblich zur Realisierung des Studiengangs auf politischer Ebene beigetragen haben. Präsident Prof. Dr. Baier richtete seinen Dank auch an Sabine Beiser, Geschäftsführerin der Klinik St. Hedwig. Sabine Beiser spielte zusammen mit Prof. Dr. Klaudia Winkler bei der Genese des Studiengangs eine entscheidende Rolle: von der Idee bis zur Konzeption sowie bei der Kooperation zwischen der OTH Regensburg und den Kliniken der Region. Präsident Baier betonte: „Ohne Unterstützung der Region wäre das Studienangebot nicht möglich, aber genauso wenig ohne die Zuweisung von Ressourcen durch die bayerische Staatsregierung sowie der Regierung der Oberpfalz.“

Landrätin Tanja Schweiger sagte rückblickend: „Hier haben viele an einem Strang gezogen und zahlreiche Hürden überwunden, jetzt ist es endlich soweit!“ Tanja Schweiger zeigt sich überzeugt: „Der Studiengang kann angesichts der Kompetenz der Kooperationspartner, eingebettet in die OTH Regensburg nur ein Erfolg werden“. Sie beglückwünschte die Studierenden und wünschte der „First Generation“ alles Gute. „Heute ist ein ganz bemerkenswerter Tag“, begrüßte Landrat Franz Löffler die Studentinnen. Franz Löffler ging auf die Bedeutung des Berufes und die Notwendigkeit der Hebammenausbildung in der Region ein: „Der Studiengang Hebammenkunde ist etwas Besonderes, da es vorher keine Möglichkeit gab, in der Oberpfalz Hebammen auszubilden“.

Prof. Dr. Klaudia Winkler und Sabine Beiser erläuterten das Studiengangkonzept, das geprägt ist von einem hohen Praxisanteil in Höhe von 3.000 Stunden und unterstützt wird durch qualifizierte Kooperationspartner und Kliniken. Die Akademisierung der Hebammenausbildung durch ein Studium, das bis jetzt nur an wenigen Orten in Deutschland angeboten wird, bereichere den Beruf um eine wissenschaftliche Komponente und runde gleichzeitig das Profil der OTH Regensburg im Bereich Gesundheitswissenschaften ab, so Prof. Dr. Winkler. Der Bedarf an diesem Studiengang zeige sich an dem hohen Interesse: Für die 27 Studienplätze gab es über 200 Bewerbungen.

Anschließend berichteten die Studentinnen von ihren ganz persönlichen und unterschiedlichen Werdegängen sowie ihrer Motivation für den Studiengang. Voller Vorfreude auf das Studium zeigten die Erstsemesterstudierenden ihre Begeisterung für den Hebammen-Beruf und stellten interessierte Fragen an das Podium. „Ich freue mich, dass wir überregional sichtbar sind und sogar Studentinnen aus anderen Bundesländern für Regensburg begeistern konnten“, beendete Prof. Dr. Baier die Runde.


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