21.08.2019, 12:46 Uhr

Über 100 Spender Eine Blutspende der besonderen Art – Aktion als Andenken an verstorbenen Kollegen

Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Hauzenstein, Johann Schmailzl (erster von links) sowie Kathrin Liebl und Christian Ederer (erster von rechts), der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr  zusammen mit dem Kreisgeschäftsführer des BRK, Björn Heinrich und dem Gebietsreferenten des Blutspendedienstes, Rainer Endres. (Foto: Fuchs/BRK)Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Hauzenstein, Johann Schmailzl (erster von links) sowie Kathrin Liebl und Christian Ederer (erster von rechts), der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr zusammen mit dem Kreisgeschäftsführer des BRK, Björn Heinrich und dem Gebietsreferenten des Blutspendedienstes, Rainer Endres. (Foto: Fuchs/BRK)

Die Feuerwehr in Hauzenstein (Gemeinde Wenzenbach) organisierte einen Blutspendetag für ihr im Oktober verstobenes Mitglied. Die Hilfe, die ihm zuteil wurde, möchten die Organisatoren damit auch anderen ermöglichen.

HAUZENSTEIN Es war kein einfacher Tag für die Helferinnen und Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Hauzenstein. Zu oft kamen Erinnerungen an ihren, im Oktober vergangenen Jahres verstorbenen Kameraden Martin Ederer hoch. Und dennoch waren der Zuspruch aus der Bevölkerung und der Zusammenhalt unter den angrenzenden Feuerwehren überwältigend.

Zu dem Entschluss, eine Blutspendeaktion als Andenken an den leidenschaftlichen Helfer zu organisieren, kamen die Verantwortlichen der Feuerwehr schon vor ein paar Monaten. „Martin hat am Ende selbst viele Konserven Spenderblut erhalten. Zwar war seine Krankheit am Ende zu stark, als sie ihm das Leben hätten retten können, aber ohne diese Spenden wären die Behandlungen überhaupt nicht möglich gewesen. Das zeigt einem, wie unersetzlich das Blutspenden ist“, erklärt Kathrin Liebl, die Schwester von Martin Ederer und aktive Feuerwehrfrau.

Gleich zu Beginn des Blutspendetermins fuhren Einsatzfahrzeuge mit Feuerwehrleuten der umliegenden Wehren vor dem Gerätehaus in Hauzenstein vor. „Das ist schon beeindruckend, wenn man den Zusammenhalt sieht, mit der die Menschen hier zusammengekommen sind“, so Kathrin Liebl.

Auch die Zahl der Spender an diesem Tag kann sich sehen lassen. Über 100 Blutspender konnten die Verantwortlichen des Blutspendedienstes in Regensburg verbuchen, davon 59 Erstspender. „Martin Ederer war ein Mensch, der in seinem leider viel zu kurzen Leben immer für andere da war. Deshalb bin ich mir sicher, dass ihn eine solche Aktion und dieses Ergebnis wirklich sehr gefreut hätten“, so der Kreisgeschäftsführer des BRK, Björn Heinrich, ganz persönlich.

Die Familie von Martin Ederer überreichte Björn Heinrich am Ende zudem eine Spende von 500 Euro für das Blutspende-Ehrenamt des BRK. Dieser Blutspendetag, der eigentlich viel mehr war als ein Tag und eine Aktion, ging sprichwörtlich unter die Haut und die zeigte einmal mehr, wie Unterstützung und Zusammenhalt in einer Gesellschaft positives bewirken können.


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