26.07.2019, 14:00 Uhr

Rundgang Staatssekretärin Sabine Weiss besucht die KUNO-Klinik St. Hedwig in Regensburg

Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Michael Kabesch, Geschäftsführer Christian Kuhl, Bundestagsabgeordneter Peter Aumer, Staatssekretärin Sabine Weiss, Stellvertretender Ärztlicher Direktor Privatdozent Dr. Christian Knorr, Geschäftsführerin Sabine Beiser, Pflegedirektor Gerhard Harrer. (Foto: Svenja Uihlein)Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Michael Kabesch, Geschäftsführer Christian Kuhl, Bundestagsabgeordneter Peter Aumer, Staatssekretärin Sabine Weiss, Stellvertretender Ärztlicher Direktor Privatdozent Dr. Christian Knorr, Geschäftsführerin Sabine Beiser, Pflegedirektor Gerhard Harrer. (Foto: Svenja Uihlein)

Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Michael Kabesch sprach mit der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit über die positiven Erfahrungen bei der Anbindung des ländlichen Raumes an die Universitätsmedizin der Klinik St. Hedwig. Zudem stellte er ihr die Bedeutung der Gesundheits-Studie „KUNO Kids“ für die nationale Gesundheitspolitik sowie das Erfolgsmodell der klinikeigenen Kinderschutzgruppe gegen Gewalt und Vernachlässigung von Kindern vor.

REGENSBURG Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Sabine Weiss, stattete der Kinder- und Frauen-Klinik St. Hedwig des Krankenhauses Barmherzige Brüder Regensburg am Donnerstag, 25. Juli, einen Besuch ab. Damit folgte sie einer Einladung des CSU-Politikers Peter Aumer, der für die Region Regensburg im Bundestag sitzt. Sabine Weiss, seit März 2018 Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn, wurde von den Geschäftsführern Christian Kuhl und Sabine Beiser, vom Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Michael Kabesch und seinem Stellvertreter Privatdozent Dr. Christian Knorr sowie Pflegedirektor Gerhard Harrer willkommen geheißen.

Sabine Weiss: „Das Thema, wie wir unsere Kinder wirkungsvoll vor Missbrauch und Vernachlässigung schützen, liegt mir persönlich und auch politisch sehr am Herzen. In St. Hedwig konnte ich mich persönlich von der wertvollen Präventionsarbeit überzeugen.“

Aumer betonte die aus seiner Sicht für die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidende Bedeutung guter Lebensbedingungen für alle Kinder. „Hierzu müssen die Politik, die Wissenschaft, die Träger der Jugendhilfe, die medizinische Versorgung und die Gesellschaft an einem Strang ziehen. Nur so kann ein breit angelegtes, bedarfsgerechtes, effizientes und soziales Frühwarnsystem verwirklicht werden.“ Ein interdisziplinäres Team aus Psychologen, Ärzten, Pflegekräften, Seelsorgern und Sozialdienst fungiert in St. Hedwig als klinisches Frühwarnsystem im Kampf gegen die Kindeswohlgefährdung. Die Regensburger Klinik betreibt als eine der wenigen Kliniken in Bayern ein koordiniertes Schutzkonzept.

Die Parlamentarische Staatssekretärin nahm sich auch die Zeit, sich bei den Vertretern des Direktoriums über die leistungsfähige Vernetzung der Region Ostbayern mit der universitätsmedizinischen Versorgung der Klinik St. Hedwig zu informieren. Die Hedwigsklinik gehört nach Fallzahlen zu den Top-5-Kinderkliniken in Deutschland. An ihr ist nicht nur der Lehrstuhl für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Universität Regensburg angesiedelt, sondern sie ist auch Standort der Kinder-Universitätsklinik Ostbayern (KUNO). Dank des engen Versorgungsnetzwerkes, welches die Hedwigsklinik in den vergangenen Jahren mit den umliegenden Landkreisen, kreisfreien Städten und Krankenhäusern aufgebaut hat, verfügen die Frauen und kleinen Patienten auch in der Heimatregion über eine universitäre medizinische Versorgung und Betreuung durch Spezialisten.

Der Ärztliche Direktor erklärte auf dem Rundgang: „Die Etablierung von zertifizierten medizinischen Zentren für Mukoviszidose-Patienten und anderen seltene Erkrankungen sowie für Frühgeborene und Schwangere mit erhöhtem Geburtsrisiko hat eine enorme Bedeutung für Ostbayern. Diese Zentren sind die größten ihrer Art in Ostbayern und stehen beispielhaft für weitere, die an der Klinik St. Hedwig ansässig sind.“

Abschließend nahm die Parlamentarische Staatssekretärin Sabine Weiss noch Einblick in die so genannte „KUNO Kids“-Gesundheitsstudie, welche zu den größten Kindergesundheitsstudien Deutschlands zählt und unter Leitung von Prof. Kabesch durchgeführt wird. Ziel der Studie ist es, ein aktuelles Bild der Kindergesundheit und ihrer Einflussfaktoren zu zeichnen. „Dem Vorbeugen von Erkrankungen kommt in unserer heutigen Zeit eine enorme Bedeutung zu“, erklärte Prof. Kabesch die Hintergründe der Studie. „Damit die Politik die richtigen Entscheidungen für eine gesunde Zukunft unserer Kinder treffen kann, forschen wir nach Ursachen und entwickeln moderne Lösungen.“ Die „KUNO Kids“-Gesundheitsstudie begleitet dazu momentan über 3.000 Familien der Region Regensburg von der Schwangerschaft bis in das Jugendalter und wertet die Daten durch ein breitaufgestelltes nationales wie internationales Forscherteam aus.


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