23.07.2019, 18:07 Uhr

Gesundheit Weichen für den neuen Studiengang Hebammenkunde an der OTH Regensburg sind gestellt

Austausch zur Hebammenkunde an der OTH Regensburg: Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, MdL Sylvia Stierstorfer, Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler, Prof. Dr. Klaudia Winkler, Vizepräsidentin der OTH Regensburg, und MdB Peter Aumer. (Foto: OTH Regensburg/Valentin Goppel)Austausch zur Hebammenkunde an der OTH Regensburg: Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, MdL Sylvia Stierstorfer, Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler, Prof. Dr. Klaudia Winkler, Vizepräsidentin der OTH Regensburg, und MdB Peter Aumer. (Foto: OTH Regensburg/Valentin Goppel)

Auf Initiative und Einladung der CSU-Landtagsabgeordneten Sylvia Stierstorfer haben sich am Dienstag, 2. Juli, Bayerns Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler, der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer, der Präsident der OTH Regensburg Prof. Dr. Wolfgang Baier und die Vizepräsidentin Prof. Dr. Klaudia Winkler an der OTH Regensburg über die Chancen und Möglichkeiten des neuen Studiengangs Hebammenkunde ausgetauscht sowie über die Akademisierung der Geburtshilfe in Bayern gesprochen.

REGENSBURG „Wir wollen mehr Menschen für den gesellschaftlich so wertvollen Beruf der Hebamme begeistern. Der neue Bachelorstudiengang Hebammenkunde an der OTH Regensburg ist ein kraftvolles Signal der Aufwertung für alle Hebammen und ein Leuchtturmprojekt für ganz Bayern. Dank der großartigen Unterstützung des Staatsministers für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, konnte dieses Projekt nun verwirklicht werden“, so Sylvia Stierstorfer. Bereits seit geraumer Zeit setzen sich die drei Oberpfälzer Landtagsabgeordneten Sylvia Stierstorfer, Dr. Franz Rieger und Dr. Gerhard Hopp für die Stärkung des Hebammenberufs und den Standort Regensburg ein.

Die OTH Regensburg hat in einem Modellversuch den Bachelorstudiengang für Hebammenkunde ins Leben gerufen. Der siebensemestrige Studiengang ermöglicht die akademische Hebammenausbildung in Ostbayern. Die Akademisierung leistet einen wichtigen Beitrag, um Fachkräfte rund um das Thema Geburt und Schwangerschaft zu sichern. Theorie- und vertiefte Praxisphasen sind bei dem dualen Studiengang Hebammenkunde eng aufeinander abgestimmt. Insgesamt 3.000 praktische Stunden sind in Kooperation mit geburtshilflichen Abteilungen der Kliniken in der Region, Geburtshäusern, Hebammenpraxen etc. abzuleisten, damit die Studierenden mit ihrem Studium die notwendige Praxiserfahrung für den Beruf und zugleich die Berufszulassung als Hebamme erwerben. Im Wintersemester 2019/2020 startet dann der erste Jahrgang.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonte: „Der Beruf der Hebamme hat einen hohen Stellenwert: Als zweifacher Vater habe ich selbst erfahren, welch wichtige Aufgabe Hebammen für unsere Familien erfüllen. Mit der akademischen Ausbildung möchten wir diesen bedeutenden Beruf für junge Menschen noch attraktiver machen und uns so aktiv an der Nachwuchsförderung beteiligen. Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg beschreitet als eine von drei Hochschulen in Bayern erstmals diesen Weg und beweist damit Pioniergeist. Mit ihrem Engagement hilft sie, die Hebammenausbildung weiterzuentwickeln. Ich freue mich sehr, dass die Einrichtung dieses Studiengangs in der Region großen Zuspruch erfährt.“ Dieser gemeinschaftliche Einsatz von Hochschule und Politik für die akademische Hebammenausbildung in Ostbayern sei beispielhaft, so der Minister.

„Wir freuen uns riesig, dass wir den Studiengang Hebammenkunde jetzt starten und somit einen so wichtigen Beitrag für die Versorgung der Region mit qualifizierten Hebammen leisten können“, so Vizepräsidentin Prof. Dr. Winkler. „Die Hebammenkunde trifft bei uns in Regensburg auf ideale Voraussetzungen“, so Prof. Dr. Winkler, die verantwortlich für den Bereich Gesundheit und Initiatorin des Studiengangs ist. Die OTH Regensburg könne ihre wissenschaftlich fundierten Kompetenzen der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften einbringen und ihr hervorragendes Netzwerk im Bereich Geburtshilfe nutzen. Auch Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier betont: „Wir sind stolz als eine der ersten bayerischen Hochschulen dieses Studium starten zu können. Aufgrund unserer breiten Expertise im Bereich der Gesundheitswissenschaften sind wir zudem in der Lage, diesen Studiengang auf fachlich höchstem Niveau anbieten zu können.“ Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier bedankte sich bei den Gästen für deren Einsatz für diesen Studiengang.


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