10.07.2019, 11:24 Uhr

Wichtige Informationen immer bereit Kleine Dose, große Wirkung – Notfalldose ab sofort im Krankenhaus St. Josef kostenlos erhältlich

Dr. Andreas Hüfner, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme, übergibt die Notfalldosen an Kerstin Martinec (2. v. li.), Leiterin des Sozialdienstes am Caritas-Krankenhaus St. Josef, und die Sozialdienst-Praktikantin Leonie Dörflein (li.). (Foto: Anna Kaeser)Dr. Andreas Hüfner, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme, übergibt die Notfalldosen an Kerstin Martinec (2. v. li.), Leiterin des Sozialdienstes am Caritas-Krankenhaus St. Josef, und die Sozialdienst-Praktikantin Leonie Dörflein (li.). (Foto: Anna Kaeser)

Am Caritas-Krankenhaus St. Josef ist die Notfalldose ab sofort kostenlos erhältlich. Damit sind wichtige Daten im Notfall schnell griffbereit. Ein Kooperationsprojekt der Stadt Regensburg

REGENSBURG Bei einem medizinischen Notfall muss es schnell gehen. Doch gerade dann sind die Angehörigen zumeist voller Sorge und der Patient selbst ist vielleicht nicht ansprechbar. So kann es passieren, dass wichtige Informationen – wie beispielsweise Vorerkrankungen oder aktuelle Einnahme von Medikamenten – auf der Strecke bleiben. Hier hilft die Notfalldose.

„Die Notfalldose ist ein Beitrag zur verbesserten Patientensicherheit. Insbesondere ist sie für Personen geeignet, die bei einem Notfall im häuslichen Umfeld selbst keine Angaben zu ihrem Gesundheitszustand, ihrer Vormedikation oder zu Kontaktpersonen machen können“, erklärt Dr. Andreas Hüfner, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme am Caritas-Krankenhaus St. Josef. Er hat sich im Vorfeld für die Einführung der Notfalldose in der Region Regensburg eingesetzt und freut sich, dass das Projekt breite Unterstützung in der Regensburger Politik und bei den sozialen Einrichtungen fand. Denn der Aufwand, eine Notfalldose zu besorgen und sie aufzubewahren, ist gering – ihre Wirkung hingegen enorm. Im Ernstfall kann sie Leben retten. „Mit der Notfalldose liegen alle notwendigen Informationen für den Rettungsdienst und die Weiterbehandlung in der Notaufnahme vor. Wichtig ist nur, dass das Informationsblatt aktuell gehalten wird. Es empfiehlt sich, immer eine aktuelle Kopie des Medikationsplans in die Dose zu legen“, rät Dr. Hüfner. Denn falsche Angaben könnten unter Umständen sogar mehr Schaden anrichten als gar keine Vorinformationen.

Durch die „Rettung aus der Dose“ hat man dann im Notfall alle wichtigen Informationen im Handumdrehen parat. In der in der Innentür des Kühlschranks aufbewahrten „SOS-Dose“ befinden sich, ein Formular mit den wichtigsten Angaben sowie ein Formblatt für die Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung. Ein Aufkleber an der Wohnungstür macht die Rettungskräfte darauf aufmerksam, dass der Betroffene eine Notfalldose im Kühlschrank aufbewahrt.

Ab sofort ist die Notfalldose beim Sozialdienst des Caritas-Krankenhauses erhältlich, und zwar im Erdgeschoss im Zimmer E 02.23. Kerstin Martinec, Leitung des Sozialdienstes, freut sich, dass ihr Team das Projekt unterstützen kann: „Eine kleine Dose mit großer Wirkung, wenn es darauf ankommt!“


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