05.04.2019, 12:00 Uhr

Stundenweise Entlastung Helferkreis „MeHr Leben“ will Angehörige von Schlaganfall-Patienten unterstützen

Erstmals wurden „Helfer für MeHr Leben“ durch das Sachgebiet Senioren und Inklusion im Landratsamt ausgebildet. Rechts im Bild Sachgebietsleiterin Petra Haslbeck, links Corina Eisner vom Sachgebiet Senioren und Inklusion. (Foto: Elisabeth Weinzierl/LRA)Erstmals wurden „Helfer für MeHr Leben“ durch das Sachgebiet Senioren und Inklusion im Landratsamt ausgebildet. Rechts im Bild Sachgebietsleiterin Petra Haslbeck, links Corina Eisner vom Sachgebiet Senioren und Inklusion. (Foto: Elisabeth Weinzierl/LRA)

Am 2. April endete der erste Schulungsblock des Helferkreises „MeHr Leben“. Zielsetzung des neuen Helferkreises ist die stundenweise Entlastung und Unterstützung der Angehörigen von Schlaganfall-Patienten sowie von Patienten nach einer Schädel-Hirn-Verletzung im häuslichen Bereich.

LANDKREIS REGENSBURG Eine Entlastung für pflegende Angehörige von Menschen mit einer erworbenen Hirnschädigung (MeHr) anzustreben, ist eine von vielen Maßnahmen aus dem Seniorenpolitischen Gesamtkonzept des Landkreises. Acht Schulungsteilnehmerinnen wurden in den vergangenen neun Wochen in den Bereichen Medizin, Psychologie, Kommunikation und Recht im Landratsamt Regensburg ausgebildet. Menschen nach einem Schlaganfall oder einer Schädel-Hirn-Verletzung und ihre Angehörigen profitieren von diesem neuen Angebot. Die Besuche werden nach den individuellen Bedürfnissen und Wünschen der Betroffenen und Angehörigen gestaltet.

Ein zweiter Schulungsblock – für den keine Anmeldungen mehr möglich sind - wird in Kürze beginnen. Auch im kommenden Jahr werden wieder Schulungen stattfinden. Bei Interesse setzen Sie sich bitte mit dem Sachgebiet Senioren und Inklusion in Verbindung.

Kontakt: Weitere Informationen erteilt das Sachgebiet für Senioren und Inklusion gerne unter Telefon 0941 4009 – 708 (9.00 – 13.00 Uhr) oder Corina.Eisner@lra-regensburg.de.

Hintergrund: Der Schlaganfall ist mit 270.000 Betroffenen jährlich eine der großen Volkskrankheiten in Deutschland. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird die Zahl weiter steigen. Der Schlaganfall ist auch der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. Fast zwei Drittel der Überlebenden sind dauerhaft auf Unterstützung, Therapie, Hilfsmittel oder Pflege angewiesen. Eine Schädel-Hirn–Verletzung hat ähnliche Auswirkungen im Alltag für die Betroffenen. In Deutschland geht man von bis zu 400 Schädel-Hirn-Verletzungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr aus. Etwa 180 von 100.000 Schädel-Hirntraumen sind dabei so schwer, dass hier langfristige Schäden zu erwarten sind und dass mehr als 4.000 Patienten pro Jahr als dauerhaft Geschädigte mit schweren Verletzungen zu Langzeitpflegefällen werden.


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